Blogtour zu Beetween Good and Evil | Content Notes vs. sensible Themen

erstellt mit Canva ohne KI

Heute befasse ich mich anlässlich der Blogtour von Vanessa M. J. Dicke zu ihrem neuen Buch „Between Good and Evil“ mit einem Besonderen: Content Notes vs. sensible Themen. Dabei stellte sich mir die Frage: Wann ist ein Thema sensibel und wann sollte man auf diesen Inhaltsaspekt hinweisen?

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Was sind Content Notes oder sensible Themen?

„Sensible Themen“ sind Inhalte, die starke oft negative Erinnerungen und Gefühle wie Scham, Wut, Angst (und weitere), sowie psychische und/oder körperliche Reaktionen auslösen können. Sie können betroffene Personen in schwerwiegende Krisen stürzen oder sie stark belasten.

„Content Notes“ bedeutet übersetzt „Inhaltshinweise“ . Oftmals werden sich auch Triggerwarnungen oder Inhaltswarnungen genannt. Sie sind dafür da um vor sensiblen, retraumatisierenden und schwer verdaulichen Themen zu warnen bzw. auf sie hinzuweisen. Mit ihrer Hilfe kann jede Person selbst entscheiden, ob sie so ein Buch mit diesem Inhalt lesen wollen oder sich mental darauf vorbereiten. Grundsätzlich soll damit nach Möglichkeit verhindert werden, dass das im Buch erlebte zu einer psychischen Belastung wird. Allerdings müssen Content Notes nicht immer negatives auflisten, obwohl das häufig der Fall ist.

In »Between Good an Evil« ist ein zentrales Thema Suizid. Die Autorin hat das bereits in den Klappentext geschrieben, sodass man sofort darum weiß. Wenn das allerdings nicht so eindeutig ist, können Content Notes hilfreich sein. Da für jede Person etwas anderes belastend ist, kann es oft schwer sein einzuschätzen, wann etwas ein sensibles Thema ist und damit sie benötigt werden.

Wann sollte man sie verwenden?

Das ist eine Frage, die ich persönlich schwer zu beantworten finde. Ich glaube, dass sie für Verlage und Autorinnen und Autoren auch kompliziert ist. Bei einem Thriller z.B. gehe ich davon aus, dass Blut, Gewalt und Tod (teilweise grausam und bestialisch) vorkommen. Soll man trotzdem drauf hinweisen? Bei einem Liebesroman finde ich sowas wichtig. Je nach Art des Romans können die Protagonistinnen und Protagonisten aus einem bestimmten Trauma handeln und das sollte erwähnt werden. Allerdings kann man das auch auf alle anderen Genres umlegen.

Ich bin kein Fan von großen und langen Listen der Content Notes. Lieber sind mir zwei oder drei, die den Themenkomplex gut umfassen. Es ist ziemlich schwierig zu entscheiden wann ein Thema sensibel ist. Dazu kann man im Internet viel recherchieren. Man bekommt Hinweise, Hilfestellungen und Erklärungen. Ich bin der Meinung, dass man am Ende dennoch selbst die Entscheidungshoheit darüber hat, auf was man hinweist und was nicht.

Auf Wikipedia hat einen ganz guten Artikel mit vielen Informationen dazu: https://de.wikipedia.org/wiki/Triggerwarnung. Es ist gibt sie natürlich nicht nur in der Buchwelt und darüber klärt der Artikel auf.

Bekannte Content Notes

Wichtig: Bei dieser Liste handelt es sich nur um einen Auszug von gesammelten Themen! Es gibt weit mehr davon.

  • Alkohol- und Drogenmissbrauch bzw. Sucht
  • Erotische Szenen / Sex
  • Essstörungen 
  • Folter
  • Homophobie 
  • Körperliche Gewalt
  • Krieg
  • Mord
  • Rassismus
  • Sexismus 
  • Sexuelle Gewalt / Vergewaltigung 
  • Splatter
  • Stalking
  • Suizid / Suizidgedanken
  • Tierquälerei
  • Tod
  • Tötung
  • Transphobie
  • Trauer
  • Traumas
  • Xenophobie

Quellen:
Friedrich Verlag: https://www.friedrich-verlag.de/friedrich-plus/sekundarstufe/latein-altgriechisch/didaktik/sensible-themen-im-altsprachlichen-unterricht-17897
Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Triggerwarnung

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