Rezension zu Raumkreuzer Horus Band 1: Die verlorene Kolonie von A. T. Wolter

© Cover: A. T. Wolter, Foto: Viktoria M. Keller

Der Auftaktband war kurzweilig zu lesen und enthält gute Ideen, mir haben die Details gefehlt. Was ich damit meine, teile ich dir unten im Text mit.

Fakten zum Buch:
Titel: Raumkreuzer Horus – Die verlorene Kolonie
Autorin: A. T. Wolter
Verlag: Selfpublishing
Erscheinungsdatum: ‎ 1. Oktober 2025
Seitenanzahl: 71 Seiten
ASIN: B0FSK3SJB3

Inhaltsangabe:
Der Kontakt zur Kolonie auf Arazna4 bricht abrupt ab.
Keine Signale. Keine Daten. Keine Lebenszeichen.
Die achtköpfige Crew um Captain Stephen Cons wird beauftragt, das Geheimnis um das Verstummen der Kolonie auf Arazna4 aufzuklären. Schon beim Anflug wirkt die Siedlung verlassen. Vollautomatische Erntemaschinen stehen still, die Gebäude sind menschenleer und im Reaktorraum finden sie eine unbekannte Substanz. Aus der Erkundungsmission wird ein Wettlauf gegen die Zeit, aus ihrem Auftrag ein gnadenloser Überlebenskampf. Können die acht Crewmitglieder das Geheimnis lüften, oder hätten sie es besser niemals entdeckt?
Eine packende Fusion aus Science-Fiction, Mystery und Abenteuer, eine Reise durch Isolation, unerwarteten Erstkontakt und die tödliche Gefahr, etwas zu entfesseln, das nie hätte gefunden werden dürfen.

(Quelle: https://www.amazon.de/Raumkreuzer-HORUS-Die-verlorene-Kolonie-ebook/dp/B0FSK3SJB3, Datum: 17. Mail 2026)
Geliehen über Kindle Unlimited von Amazon

Cover und Ausstattung:

Das Cover ist in kräftigen Farben gehalten und hat ein aussagekräftiges Design. Zu sehen sind vermutlich der Raumkreuzer Horus und eine Kolonie auf einem unwirtlichen Planeten. Am besten gefällt mir die Farbgestaltung, weil das Cover dadurch auffällt. Nach dem Inhaltsverzeichnis befindet sich eine Bildgalerie mit den Protagonistinnen und Protagonisten, sowie dem Planeten Arazna 4 (der Handlungsort).

Meine Meinung zum Inhalt:

Auf die Reihe wurde ich durch die Autorin selbst aufmerksam. Der Klappentext und das Cover konnten mein Interesse wecken, sodass ich mich entschloss das Büchlein zu lesen. Büchlein deshalb, weil es mit den 71 Seiten doch eher ein Kurzroman als ein ganzes Buch ist. Der Schreibstil der Autorin ist sehr direkt und flüssig zu lesen.

Im Prolog wurde kurz beschrieben, warum sich die Protagonistinnen und Protagonisten auf dem Raumkreuzer Horus befanden und wer sie waren. Danach ging es direkt mit der Handlung los – sie bekamen eine neue Mission zugeteilt, obwohl sie eigentlich urlaubsreif waren. Auf Arazna 4 (oder Arasna 4 – es gab zwei Schreibweisen) schien etwas nicht zu stimmen. Eine Erkundungsmission musste gemacht werden um das Schicksal der Kolonisten zu klären.

Grundsätzlich hat mir die Geschichte gut gefallen. Hinter dem Ganzen steckte ein klassisches Erstkontaktszenario das gewaltig schief lief. Die Ereignisse geschahen nahezu Schlag auf Schlag. Es war etwas schwierig die handelnden Personen näher kennenzulernen. Zudem tat ich mich schwer beim Auseinanderhalten selbiger. Dennoch erkannte ich rasch, dass eine gute Dynamik unter ihnen herrschte. Mehr überraschte mich, dass alle ein sehr leichtes Nervenkostüm hatten. Nach 3 Jahren Weltraumerfahrung und verschiedener Missionen hatte ich sie mir taffer vorgestellt.

Auf den Lesefluss hatte das zumindest kaum Einfluss. Schnell war vor Ort klar, dass etwas nicht stimmte. Ich fand es spannend herauszufinden was das war und wohin die Menschen verschwunden waren. Mit so einer heftigen Wendung hatte ich dann doch nicht gerechnet, zumal alles rasend schnell ging. Meiner Meinung nach etwas zu schnell. Manchmal habe ich mir beim Lesen mehr Details gewünscht. Sozusagen ein Verweilen in der Szene um sie intensiver wahrzunehmen und mehr Tiefe für das Geschehen zu erlangen. Gefühlt hatte es kaum begonnen und schon war es vorbei.

Durch die rasante Erzählweise konnte ich immerhin ein wenig mitfiebern. Die Geschehnisse wurden abwechselnd aus den Sichten der Protagonistinnen und Protagonisten erzählt. Zudem gab es zwei Handlungsstränge. Das Finale beinhaltete zwei Lichtblicke über die man hoffentlich in Band 2 mehr erfährt.

Fazit:

Der Auftaktband hatte seine Stärken und seine Schwächen. Die Grundidee ist solide ausgearbeitet, nur fehlt es der Umsetzung an Details. Manche Szenen waren mir zu kurz oder zu schnell vorbei. Anderseits konnte ich bei einigen Momenten mitfiebern und fand Abschnitte davon spannend. Bei den Protagonistinnen und Protagonisten hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht. Trotzdem gefiel mir das Setting der Geschichte, wobei ich das extrem dünne Nervenkostüm der Figuren unpassend fand. Nach so vielen Missionen bzw. Jahren sollte die Crew etwas sicherer sein… Für mich war das Büchlein ein Kurzroman für Zwischendurch, der sich rasch las. Das Ende war vom Spannungsgrad her am besten.

Ich vergebe 3 von 5 möglichen Sternen!

Bewertung: 3 von 5.

Das eBook wurde von mir über Kindle Unlimited gelesen und anschließend freiwillig rezensiert.

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