Rezension zu [Hörbuch] Rendezvous mit einer Leiche – Der Tod wartet von Agatha Christie

©1938 Agatha Christie Limited (P)2026 der Hörverlag

Dieses Mal gelang es Agatha Christie mich für sich einzunehmen. Warum das so war verrate ich dir unten im Text.

Fakten zum Hörbuch:
Titel: Rendezvous mit einer Leiche – Der Tod wartet
Autorin: Agatha Christie
Übersetzerin: Ursula-Maria Mössner
Sprecher: Christoph Maria Herbst
Verlag: der Hörverlag
Erscheinungsdatum: 14. April 2026
Version: Ungekürzt
Laufzeit: 6 Stunden und 45 Minuten
ISBN: 978-3-8445-5622-3

Inhaltsangabe:
Hercule Poirot ermittelt in dem tragischen Familiendrama – und einem Mordfall
»Du siehst doch ein, dass sie sterben muss!«
Diesen Satz, den Raymond Boynton an seine Schwester richtet, hört Hercule Poirot zufällig in seinem Jerusalemer Hotel mit. Als Mrs Boynton, die tyrannische Stiefmutter der Geschwister, wenig später auf dem Weg nach Petra ermordet wird, erinnert sich Poirot an die verschwörerischen Worte. Er hat nur 24 Stunden, um den Fall zu lösen. Genug Zeit jedoch, um Überraschendes zu Tage zu fördern …

(Quelle: https://www.penguin.de/buecher/agatha-christie-rendezvous-mit-einer-leiche-der-tod-wartet-/hoerbuch-download/9783844556223, Datum: 19. Mai 2026)
Rezensionsexemplar via Bloggerportal

Meine Meinung zur Geschichte:

Nachdem mir das Hörbuch von »Nikotin – Eine Tragödie in drei Akten« nur so halb gefallen hat, wollte ich den Werken von Agatha Christie noch eine Chance geben und widmete mich diesem. Schnell merkte ich, dass mir dieses Setting um einiges mehr gefiel. Es entstand mehr Spannung und mehr Feeling, weil deutlich intensiveres geschah. Auch bei dieser Geschichte war der Schreibstil der Autorin bildhaft und wortgewandt. Ich fand tiefer ins Geschehen, weil ich mich den Protagonistinnen und Protagonisten näher fühlte und eine bessere Dynamik zwischen den handelnden Personen vorhanden war.

Zugegeben der erwähnte Mord aus dem Klappentext fand wesentlich später statt als erwartet, dennoch entstand bis dahin eine gute Grundspannung, die mich für sich einnehmen konnte. Ich mochte die Protagonistin Sarah King, die lange Zeit als Hauptfigur war, bis Hercule Poirot übernahm. Die junge Ärztin war etwas wankelmütig in ihren Entscheidungen, doch hatte sie das Herz am rechten Fleck. Der älteste Sohn von Mrs. Boynton Raymond hatte es ihr angetan. Mrs. Boynton selbst war wahrlich eine tyrannische Frau. Mir taten die Familienmitglieder ziemlich seid.

Da ich mich schon lange mit der menschlichen Psyche beschäftige verstand ich, warum sie nicht von ihr loskamen. Gleichzeitig hoffte ich, dass sie doch irgendwann ausbrechen würden. Mit Erfolg versteht sich. Auf die anderen Protagonistinnen und Protagonisten gehe ich aus Kapazitäts- und Spoilergründen nicht ein.

Ich verfolgte den Verlauf der Geschehnisse aufmerksam, war neugierig was und wann etwas passieren würde. Immerhin hatte die Eröffnungsszene des Hörbuches etwas folgenschweres angekündigt. Dann war es soweit, der Mord geschah. Mir war sofort klar, dass es schwer werden würde die Wahrheit aufzuklären. Immerhin war das Ganze geschickt gemacht, Verdächtige gab es zudem auch genug. Jetzt kam Hercule Poirot ins Spiel. Der Ermittler wollte die Wahrheit innerhalb von 24 Stunden herausfinden. Dem stand ich kritisch gegenüber, war das möglich? Immerhin erlebte ich in diesem Buch wie er richtig ermittelte und aus Befragungen seine Schlüsse zog.

Bei der großen Offenbarung legte er alles offen. Diesmal gelang es Poirot mich zu überraschen. Ein paar der Hinweise zur Wahrheit hatte ich tatsächlich übersehen. Gekonnt hatte er die Fakten zusammengesetzt und den Mörder überführt. Mit dem Ausgang hatte ich ebenso nicht gerechnet und war positiv überrascht. Dieser Roman war „um Welten“ besser als »Nikotin«.

Meine Meinung zum Sprecher:

Christoph Maria Herbst ist ein unglaublich guter Sprecher der mit seinem Vorlesen jedes Mal Atmosphäre mit sich bringt. Es war wieder ein Genuss seiner Stimme zu lauschen und das „Schauspiel“ in meinen Gedanken zu verfolgen. Den französischen Akzent von Hercule Poirot hat er gekonnt gesprochen.

Mein Fazit:

Mein drittes Werk von Autorin Agatha Christie konnte mich endlich für sich begeistern. Ich fand die Geschichte vom Anfang mit zum Ende spannend. Die handelnden Personen hatten genug Tiefe, wobei sich der Zeitgeist von damals gut widerspiegelte. Zuerst war Sarah King die Hauptprotagonistin, später trat Hercule Poirot in den Vordergrund. Beide Abschnitte haben mir gefallen, zumal eine gute Dynamik vorhanden war. Die Ermittlungen von Poirot haben mir dieses Mal auch besser gefallen. Die Offenbarung des Täters war sehr gelungen und aufschlussreich. Christoph Maria Herbst las das Hörbuch mit Bravour, wodurch ich ein starkes Hörerlebnis hatte.

Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen!

Bewertung: 5 von 5.

Der Hörbuch-Download wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

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