
Die Geschichte rund um das Mädchen war mit vielen kuriosen und durchaus spannenden Wendungen gespickt. Näheres dazu erläutere ich dir spoilerfrei unten im Text.
Fakten zum Buch:
Titel: Faye Fableheart – Das magische Schloss
Autorin: Ryan Graudin
Übersetzerin: Britta Keil
Illustratorin: Geraldine Rodríguez
Verlag: Ravensburger Verlag
Erscheinungsdatum: 1. April 2026
Seitenanzahl: 416 Seiten
ISBN: 978-3-473-51304-8
Inhaltsangabe:
(Quelle: https://www.ravensburger.de/de-AT/produkte/kinderbuecher/kinderliteratur/das-magische-schloss-51304, Datum: 13. Mai 2026)
Du hast ein Herz für Fabelwesen? Eine Vorliebe für Zaubertränke? Und eine Schwäche für Magie? Dann begleite Faye in die magische Welt von Solum!
Faye liebt das magische Schloss, in dem sie aufgewachsen ist. Launische Keksdrachen surren durch die Lüfte, singende Orchideen veranstalten Konzerte im Gewächshaus und die Wasserspeier sind immer für ein Gespräch zu haben. Als der Zauberer des Schlosses nach einem Nachfolger sucht, lässt er ein Turnier ausrichten. Nur Jungen sind eingeladen. Dabei wäre Faye die perfekte Wahl! Denn nur sie allein kann das Schloss und seine Bewohner vor der Schattenkönigin retten …
| Rezensionsexemplar via Netgalley |
Cover und Ausstattung:
Das Cover war der Grund, warum ich auf das Buch aufmerksam wurde. Ich war von der Zeichnung verzaubert und wollte erfahren, welche Geschichte sich dahinter verbirgt. Zu sehen ist unter anderem das 12-jährige Mädchen Faye – Hauptfigur und Titelgeberin. Zusammen mit vielen anderen Motive ergab sich ein schön und liebevoll gestaltetes Gesamtbild. Wobei der kleine Drache auf Fayes Schulter nicht ganz dazu gepasst hat. Dennoch ist es ein gelungenes Cover.
Auch die Illustrationen im Inneren wurden von der Illustratorin Geraldine Rodríguez detailreich gezeichnet. Ihr Zeichenstil ist lebendig und aussagekräftig, wodurch die einzelnen Bilder Elemente aus der Geschichte zum Leben erweckten.
Meine Meinung zum Inhalt:
Der Klappentext und das Cover hatten meine Neugier auf das Geschehen geweckt. Ich war gespannt, wie der Ort aussehen wird, an dem die Hauptprotagonistin Faye lebt und wie ihr Alltag dort aussieht. Die Autorin Ryan Graudin hat einen herzlichen und offenen Schreibstil mit dem sie mich schnell für sich eingenommen hat.
Mir ihrer klaren Erzählweise und den bildhaften Beschreibungen zauberte sie Bilder in meine Gedanken. Ich konnte mir den Handlungsort, das Schloss Celurdur gut vorstellen. Auch die damit verbundene Magie war spürbar. Mit ihren 12 Jahren war Faye bereits äußerst reif und agierte beinahe wie eine Erwachsene. Sie war stets um alle besorgt und versuchte jedem zu helfen, obwohl sie selbst tagtäglich viele Aufgaben zu erledigen hatte.
Der Zauberer West war in meinen Augen eine äußerst unsympathische und ich-süchtige Person. Für mich überraschend erfuhr ich, wie er zu diesem Mann geworden war. Ehrlich gesagt hatte ich nicht gedacht, dass er die Wahrheit darüber erzählen würde. Neben den Beiden gab es natürlich viele weitere Protagonistinnen und Protagonisten. Die ganzen Angestellten im Schloss, die Besucher des Turniers … Es waren viele Personen kennenzulernen.
Verwechslungsgefahr gab es eine, denn die Autorin schuf bei den wiederkehrenden Figuren genug Erkennungswert. Zudem blieb es eine überschaubare Anzahl. Aus Spoilergründen gehe ich nicht näher auf sie ein und nenne keine Namen. Die Handlung selbst schritt stetig voran. Im ersten Drittel hatte ich ein wenig das Gefühl, dass sie schwer in die Gänge kam. Doch legte sich das als die Gäste für das Turnier eintrafen. Während der Geschehnisse kam es zu kuriosen Momenten, heldenhaften Taten und gewieften Reaktionen. Die Interaktionen waren mit guten Dialogen gespickt.
Die Wendungen bargen Überraschungen und Geheimnisse. Zwischendurch war Zeit für Gespräche und wichtige Schlüsselmomente. Eine ganz bestimmte Wendung sorgte für einen großen Handlungsumschwung, was zu mehr Spannung führte. Ich war gespannt, wie Faye diese Situation lösen würde. Im letzten Drittel fieberte ich am meisten mit und obwohl klar war, dass manche Personen nicht aus Nächstenliebe halfen, fand ich gut was geschah.
Dann kam der erste Teil des großen Finales mit einer wichtigen und großen Offenbarung. Jetzt mussten die Protagonistinnen und Protagonisten erst recht zusammenhalten. Fayes Mut, ihr Tatendrang und ihre Führungsqualitäten waren gefragt. Der zweite Teil des Finales war emotional, spannungsgeladen und bildgewaltig. Das letzte Kapitel schloss die Geschichte stimmig und gekonnt ab, wobei ein paar kleine Aspekt offenblieben. Sie bieten den perfekten Anstoss für weitere Bände.
Fazit:
Der Auftaktband rund um das Mädchen Faye ist voller spannungsgeladener Szenen, starker Magie und gelungenen Wendungen. Anfangs kam die Geschichte etwas schwer in die Gänge, doch war das schnell vergessen. Ich musste über so manche kuriosen Begebenheiten lachen und fand die Dynamik mit Faye richtig gut. Die Handlung schritt stetig voran und beinhaltete eine aufregend erzählte Geschichte. Je weiter das Geschehen kam umso klarer wurde worauf alles hinauslaufen würde. Meine Verwunderung über das Volk von Solum inklusive der Zauberer war groß. Wie konnte sie nur so viel vergessen? Zusammen mit den Illustrationen von Geraldine Rodríguez machte mir das Lesen viel Spaß. Der finale Showdown war aufregend und gefühlsintensiv, was zu einem passenden Ende führte.
Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen!
Das eBook wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!
Rezensionen zu weiteren Bänden:
Band 1: Hier
Band 2 → noch nicht erschienen, geplant für Herbst 2026