
Das Buch enthält eine spannende Geschichte mit einer starken Grundidee, Horror war es für mich allerdings keiner. Warum verrate ich dir unten im Text.
Fakten zum Buch:
Titel: Die Villa
Autor: Markus Heitz
Verlag: Knaur
Erscheinungsdatum: 03. August 2026
Seitenanzahl: 329 Seiten
ISBN: 978-3-426-56833-0
Inhaltsangabe:
(Quelle: https://www.droemer-knaur.de/buch/markus-heitz-die-villa-9783426568330, Datum: 07. August 2026)
Die Villa: Besitzt du sie oder besitzt sie dich?
Doreen und Marina Markert sind Mutter und pubertierende Tochter, die sich bislang eher glücklos durchs Leben schlagen. Doch dann ziehen sie bei einer Zwangsversteigerung endlich einmal das ganz große Los: Zum Schnäppchenpreis kommen sie in den Besitz einer alten Villa im Leipziger Stadtteil Gohlis. Dort scheint sich das Leben der beiden erst einmal in jeder Hinsicht zum Guten zu wenden: Plötzlich laufen die Geschäfte der Mutter, die Teenager-Tochter startet mit ihrer Musik als YouTube-Star durch. Beide finden die Aufmerksamkeit und Zuneigung, die sie suchen. Aber alles hat seinen Preis: Als Doreen schließlich erkennt, auf welchen Pakt sie und ihre Tochter sich unbewusst eingelassen haben, könnte es bereits zu spät sein.
Währenddessen geht Musiker Ethan in London auf die verzweifelte Suche, wer den brutalen Mord an seiner Mutter begangen hat, und kommt einer unheilvollen Verbindung auf die Spur. Und mit jedem Tag, der vergeht, steigt die Anzahl der Toten …
Für alle Fans des Gothic Horrors von Guillermo del Toro bis Edgar Allan Poe.
| Rezensionsexemplar über eine Buchverlosung/Leserunde auf Lovelybooks |
Cover und Ausstattung:
Auf dem Cover befindet sich im Zentrum die titelgebende Villa, der Handlungsort der Geschichte. Ansonsten gibt es die Titelschrift, Autorenname, Verlagsname und ein paar Flecken/Verschmutzungen. Man entschied sich für ein eher schlichtes Außendesign. Dabei dominieren die Farben hellgrau, Schwarz und Rot. Heraussticht, dass der Titel mit einer Handschrift überschrieben wurde. Bei meinem Printexemplar ist dies gemeinsam mit der Villa als Reliefprägung gestaltet, die man beim Darüberstreichen spürt. Auf dem Buchrücken verhält es sich mit dem Titel genauso.
In den Klappen im Inneren sind nicht nur ein erweiterter Klappentext und die Autoren-Vita zu lesen. Man kann dort aufwendige und detailreiche Zeichnungen sehen, die mit der Geschichte zu tun haben.
Meine Meinung zum Inhalt:
Markus Heitz gehört zu meinen Lieblingsautoren, weshalb ich auch diesen Roman lesen wollte. Horror gehört zwar nur selten zu meinen Leseinteressen, dennoch wollte ich in diese Geschichte eintauchen. Der Schreibstil des Autors war wortgewandt und sehr bildhaft. Ich konnte mich rasch in das Geschehen hineinversetzen und traf auf die verschiedenen Protagonistinnen und Protagonisten.
Die Geschehnisse spielten unter anderen in Leipzig, genauer im Stadtteil Gohlis und drehten sich um die Villa, die Doreen Markert um einen Spottpreis ersteigerte. Trotz wenig Geld zogen ihre Tochter Marina und sie in das baufällige Haus ein. Daraus entspannt sich eine überaus spannende Geschichte, die sich rasch las. Schon früh wurde mir als Leserin gezeigt, dass es sich hierbei um eine ganz besondere Villa handelt.
Sie war gefährlich und niemand ahnte, was es damit auf sich hatte, zumindest schien es so. Parallel dazu gab es einen zweiten Handlungsstrang um Ethan, der in London lebt und dort schreckliche Erlebnisse durchmacht. Seine Suche nach Antworten brachte ihn auf die Verbindung nach Gohlis in den Poetenweg 13a. Ich musste zugeben, dass mir während dem gesamten Lesen der Nervenkitzel und das Gruseln fehlte. Tatsächlich fragte ich mich, ob ich zu abgehärtet bin oder diese Art von Horror nichts für mich ist.
Er baute sich eher subtil auf, obwohl die Szenen grausam, blutig und tödlich waren. Es kam mir so vor als wüsste ich zu viel, weshalb vorhersehbar war was die Villa als Nächstes tun würde. Der Mystery-Aspekt war da, doch stand er mir zu wenig im Vordergrund. Trotzdem gefiel mir das Buch, weil mich die Grundidee für sich begeistern konnte und ich mitfieberte. Die Lesezeit verging rasant und ich flog durch die direkte Erzählweise durch das Geschehen. Meine Neugier auf die Hintergründe war stets da, wodurch ich sehr aufmerksam las.
Ein Aspekt wurde leider bis zum Schluss nicht aufgeklärt, doch das war nur ein kleiner Wehmutstropfen. Das Finale war emotional, actionreich und gefährlich. Ein letztes Mal fieberte ich mit, wobei ich es in diesem Abschnitt wohl am stärksten überhaupt tat. Mit dem Ausgang hatte ich nicht gerechnet, weshalb es dem Autor gelang mich doch noch zu überraschen. Gerade das Ende ist ihm richtig gut gelungen.
Fazit:
»Die Villa« war für mich ein spannungsgeladenes Buch, auch wenn es mehr Mutter-Tochter-Drama als Horror-Roman für mich ist. Ich fühlte mich gut unterhalten und fand die Grundidee ziemlich stark. Grusel oder Nervenkitzel empfand ich keinen. Dennoch gefiel mir was ich erlebte. Die Handlung war gut erzählt, sehr oft wurde es blutig und tödlich. Die Lesezeit verging rasch, da der Text flüssig und mit einem bildhaften Schreibstil geschrieben wurde. Das Finale ließ mich am meisten mitfiebern und das Ende empfand ich gut gemacht.
Ich vergebe 4 von 5 möglichen Sternen!
Das Buch wurde mir über eine Buchverlosung/Leserunde als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!