Rezension zu Wibben und Weerts ermitteln Band 1: Moorsmaragd von Elke Bergsma

© Cover: Elke Bergsma, Foto: Viktoria M. Keller

Die Geschichte wurde gemächlich und etwas ausschweifend erzählt, dennoch fand ich mit der Zeit Gefallen daran. Meine volle Meinung tue ich unten im Text spoilerfrei kund.

Fakten zum Buch:
Titel: Moorsmaragd
Autorin: Elke Bergsma
Verlag: Selfpublishing
Erscheinungsdatum: 5. Oktober 2016
Seitenanzahl: 307 Seiten
ASIN: B01LZE562K

Inhaltsangabe:
Die neue Krimi-Reihe von Bestseller-Autorin Elke Bergsma. Mysteriöse Geheimnisse zwischen Gegenwart und Vergangenheit.
Ostfriesland. Moordorf. Wir schreiben das Jahr 2016. Und wir schreiben das Jahr 1895. Gelingt es, in der Gegenwart ein Verbrechen aufzuklären, das weit zurück in der Vergangenheit geschah? Als Ibbe Küppers im Sterben liegt, bittet er seine Nichte Hilke und deren Neffen Franziskus mithilfe eines Smaragdrings einen längst vergangenen Mordfall in der Familie aufzuklären. Ihre Recherchen führen sie zum Landwirt Hannes Altinga, bei dessen Familie das mutmaßliche Opfer einst als Knecht beschäftigt war. Doch was geschah damals wirklich? War ihr Vorfahre tatsächlich Opfer oder nicht doch eher Täter? Woher kam das kleine Mädchen, das eines Nachts verlassen im Moor stand? Und was hat es mit dem verschlossenen Zimmer auf dem Hof der Altingas auf sich, das seit mehr als einem Jahrhundert niemand mehr betreten darf?

(Quelle: https://www.amazon.de/Moorsmaragd-Ostfrieslandkrimi-Wibben-Weerts-ermitteln-ebook/dp/B01LZE562K/, Datum: 08. Juli 2026)
Geliehen über Kindle Unlimited von Amazon

Meine Meinung zum Cover:

Das Cover trifft den Nerv der Geschichte mit einer klaren Direktheit. Es zeigt ein Kind, das mit dem Rücken zum Betrachter in einem Moor oder in einer sumpfigen Landschaft steht. Die Szene ist Teil der Geschichte und wird auch im Klappentext beschrieben. Das Bild ist klar und deutlich, kein Element verschwimmt, stattdessen wirkt es wie eine Fotografie. Die Gestaltung ist damit stimmig und gut gelungen.

Meine Meinung zum Inhalt:

Ich stolperte zufällig über das eBook und kann gar nicht mehr sagen wann und wo ich es entdeckt habe. Da der Klappentext meine Neugier weckte, wollte ich in die Geschichte eintauchen. Elke Bergsma hat einen bildhaften und umfangreichen Schreibstil. Sie malte damit Bilder in meine Gedanken, dass ich mich besonders gut in die Geschehnisse Ende des 19. Jahrhunderts hineinversetzen konnte.

In der Gegenwart traf ich auf Hilke und ihren Onkel Ibbe, später dann auch auf Franziskus. Die Abneigung zwischen Hilke und Franziskus war enorm stark zu spüren. Schnell merkte ich, dass sie zwei grundverschiedene Persönlichkeiten mit vollkommen unterschiedlichen Werten sind. Ibbe war das verbindende Glied, dass die Beiden dazu brachte zusammen zu arbeiten.

Die Idee der Autorin einen Mord von vor über 100 Jahren aufzuklären fand ich richtig gut. Ich war gespannt, wie sie das umsetzen würde. Frau Bergsma beschrieb wie Hilke und Franziskus in der Gegenwart versuchten Fakten zu sammeln und mehr herauszufinden. Parallel dazu gab es einen Handlungsstrang der im 19. Jahrhundert genau zur Zeit des Mordes spielte. Dadurch erlebte ich auf eindrückliche Weise was damals geschah und hatte gegenüber Hilke und Franziskus einen großen Wissensvorsprung.

Dadurch war der Handlungsstrang der Gegenwart etwas langwierig, wusste ich doch schon was vieles was Hilke und Franziskus unbekannt war. Am liebsten hätte ich ihnen ein paar Informationen zu geflüstert. Durch die eindrücklichen Beschreibungen in der Vergangenheit wurde die Handlung dort etwas ausschweifend. Dennoch fesselten mich die Geschehnisse am meisten. Die dort handelnden Personen wirkten so echt, als hätten es sie und ihre Leben auch in der Realität gegeben. Das fand ich sehr beeindruckend.

In den letzten Kapiteln nahmen die Handlungsstränge deutlich Fahrt auf. Spannende Wendungen und starke, sowie emotionale Szenen wechselten sich ab. Jeder noch so kleine Faden wurde zusammengeführt und das Ganze für mich als Leserin stimmig ausgelöst. Auch wenn Hilke und Franziskus nicht alles erfahren konnten. Zum Ende gab es einen emotionalen Abschluss.

Es gelang der Autorin meine Neugier auf weitere Bände zu wecken. Die Dynamik zwischen den Hauptfiguren hatte sich ein wenig entwickelt. Ich bin gespannt, wie das in den Folgebänden wird und was für Fälle sie noch klären werden.

Mein Fazit:

Der Auftaktband rund um Hilke und Franziskus begeisterte mich durch den spannenden Fall und die Wahrheiten, die nach und nach ans Licht kamen. Der Schreibstil der Autorin Elke Bergsma war eindrücklich und bildhaft. Einige Abschnitte waren mir zu ausschweifend, doch fand ich die Geschichte trotzdem spannend. Die Vorhersehbarkeit durch den Wissensvorsprung als Leserin war etwas unpraktisch, dennoch mochte ich die Handlung. Die letzten Kapitel zogen kräftig an Tempo an und waren deshalb besonders spannend. Alle Fäden wurden zusammengeführt und das Wichtigste aufgedeckt. Nach dem gefühlvollen Ende wurde meine Neugier auf weitere Bände geweckt.

Ich vergebe 4 von 5 möglichen Sternen!

Bewertung: 4 von 5.

Das eBook wurde von mir über Kindle Unlimited gelesen und anschließend freiwillig rezensiert.

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