Rezension zu Jäger des Dunklen Band 1: Das verborgene Erbe von Tim J. Radde

© Cover: Tim J. Radde, Foto: Viktoria M. Keller

Der Verlauf der Geschichte war anders als erwartet, dennoch stellte sich ein gutes Maß an Spannung ein. Nachfolgend berichte ich dir, was mir gefallen hat.

Fakten zum eBook:
Titel: Jäger des Dunklen – Das verborgene Erbe
Autor: Tim J. Radde
Verlag: Selfpublishing
Erscheinungsdatum: 14. September 2026
Seitenanzahl: 527 Seiten
ASIN: B0HJFR1WN7

Inhaltsangabe:
Monster sind real. Und sie töten dich, bevor du sie überhaupt siehst.
Als der Schüler Caspar Dorn von einem Vampir angegriffen wird, rettet ihn ausgerechnet seine Familie. Denn seine Eltern sind nicht nur Ärzte, sie gehören einer geheimen Gemeinschaft an, die seit Generationen im Verborgenen Jagd auf Kreaturen der Dunkelheit macht. Vampire, Werwölfe und andere Wesen, sie alle sind hungrig und töten. Gegen den Willen seiner Eltern tritt Caspar in diese Welt ein, die ihm immer verborgen bleiben sollte. Er besucht die geheimnisvolle Schola Venatorum, an der die Jäger des Dunklen ausgebildet werden. Doch schon bald erkennt er, dass nicht jeder seiner Feinde ein Monster ist und dass nicht jeder Jäger auf der richtigen Seite steht. Als sich die Hinweise auf eine neue Bedrohung verdichten und Jäger sterben, wird klar: Dieses Mal sind die Jäger die Beute.
Der Start einer atmosphärischen Urban-Fantasy-Reihe voller Dämonen, geheimer Jäger, übernatürlicher Verschwörungen und Figuren, die zwischen Licht und Dunkelheit ihren eigenen Weg finden.

(Quelle: https://www.amazon.de/J%C3%A4ger-Dunklen-Das-verborgene-Erbe-ebook/dp/B0HJFR1WN7, Datum: 16. September 2026)
Rezensionsexemplar

Cover und Ausstattung:

Ich muss gestehen, dass mir das Cover auf den ersten Blick nicht so gefallen hat, weil es mir zu voll und überlaufen vorkam. Je öfter ich es betrachtete, desto mehr begann sich meine Meinung zu ändern. Mittlerweile finde ich es ganz passend. Es zeigt mehrere übernatürliche Wesen, die sich um einen Mann versammelt haben. Sie sind allesamt Statuen, vermutlich aus Marmor. Rundherum ist blutrotes Geäst zu sehen. Ich kann Dämonen, einen Werwolf und weitere Wesen erkennen. Die Gestaltung ist düster, die Atmosphäre finster. Es vermittelt den Eindruck, dass die Welt voller gefährlicher Wesen ist.

Meine Meinung zum Inhalt:

Die Geschichte begann mit einem Prolog, in dem finstere Gefahren zugegen waren. Es zeigte sich der bildhafte und beschreibungsstarke Schreibstil des Autors. Im ersten Kapitel lernte ich den Hauptprotagonisten Caspar Dorn kennen. Der junge Mann stand kurz davor sein Abitur zu beenden und hatte bereits Ziele für sein Leben. Seine Gedankengänge wurden ausführlich geschildert und waren mir manchmal zu lang. Ich hatte mehrmals den Eindruck, dass sich seine Gedanken im Kreis drehten und wiederholten.

Dennoch lernte ich eine sympathische und bodenständige Peron kennen. Rasch kam jenes schreckliche Ereignis, das seine heile Welt zerstören sollte: der Vampirangriff. Caspar stellte alles in Frage, was er bisher in seinem Leben erlebte hatte. Zweifel, Angst und Unwissen sorgten dafür, dass er sich vollkommen abkapselte anstatt Fragen zu stellen. Das hätte ich an seiner Stelle sofort getan, nicht so lange gewartet. Schließlich fiel seine Entscheidung und er beschloss in die übernatürliche Welt einzutauchen. Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt, all das geschah im Ersten.

Auf den Inhalt der anderen Beiden gehe ich aus Spoilergründen nur vage ein. Wie der Klappentext verrät, ging Caspar an die Schola Venatorum. Was für ein Ort das ist, musst du selbst herausfinden. Ich fand die Handlung dort ganz gut. Er schien anzukommen und zu sich selbst zu finden. Damit wurde er vom Beobachter zum Akteur und nahm aktiver am Leben Teil. Seine Persönlichkeit entwickelte sich weiter. Loyalität und Freundschaft waren ihm wichtig, genauso wie eigenes Erarbeiten von Fähigkeiten. Herablassendes Verhalten aufgrund einer Abstammung war ihm zuwider.

Die Spannung nahm langsam zu. Tatsächlich fieberte ich beim Handlungsstrang von Selina mehr mit als bei Caspar selbst. Die Geschehnisse dort nährten meine Neugier und meinen Ermittlerinnengeist. Dennoch fand ich beide Handlungsstränge gut. Vor allem als die Handlung im dritten Teil deutlich anzog. Aus diesem Grund las ich das letzten Drittel fast in einem Rutsch. Endlich hatte mich die Geschichte richtig in ihren Bann gezogen. Ich las aufmerksam und war gespannt, was als nächstes passieren wird.

Aufregende Wendungen, gefährliche Kämpfe, sowie überraschende Wahrheiten hielt der finale Showdown für mich bereit. Eine Sache schockte mich ganz besonders, hatte ich doch nicht damit gerechnet. Der Epilog verspricht eine aufregende Fortsetzung.

Fazit:

Der Auftaktband enthält eine spannende Geschichte, die sehr gemächlich beginnt, jedoch im letzten Drittel einiges an Action bietet. Sie las sich rasch und flüssig, zudem zeichnete sie sich durch ausführliche Beschreibungen aus. Caspar ist eine sympathische Hauptfigur. Einzig seine zu detailliert beschrieben Gedankengänge, die sich zu oft um das Gleiche drehten, fand ich anstrengend. Ansonsten gefiel mir das Buch vom Anfang bis zum Ende. Ich wurde solide in die übernatürliche Welt eingeführt und fand mich dort zurecht. Das letzte Drittel fesselte mich am besten, mit dem finalen Showdown kamen überraschende Wendungen, unerwartete Offenbarungen und gefährliche Kämpfe.

Ich vergebe 4 von 5 möglichen Sternen!

Bewertung: 4 von 5.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

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