
Die Geschichte hatte ihre Höhen und Tiefen, Spannung und ein wenig Langatmigkeit wechselten sich ab. Näheres dazu führe ich im Text aus.
Fakten zum Buch:
Titel: Stalking Jack the Ripper – Die Spur in den Schatten
Autorin: Kerri Maniscalco
Verlag: Piper Verlag
Erscheinungsdatum: 02. November 2023
Seitenanzahl: 416 Seiten
ISBN: 978-3-492-70781-7
Inhaltsangabe:
(Quelle: https://www.piper.de/buecher/stalking-jack-the-ripper-isbn-978-3-492-70781-7, Datum: 12. Juli 2026)
London, im Jahr 1888. Audrey Rose Wadsworth ist die Tochter eines Lords und hat ein Leben voller Reichtum und Privilegien vor sich. Doch zwischen Teeverabredungen und Kleideranproben führt sie ein verbotenes Doppelleben. Entgegen den Wünschen ihres strengen Vaters und den Erwartungen der Gesellschaft schleicht sich Audrey oft in das Labor und den Hörsaal ihres Onkels, um Gerichtsmedizin zu studieren. Dabei arbeitet sie an einer Reihe grausam zugerichteter Leichen und stößt auf Ungereimtheiten. Gemeinsam mit dem attraktiven Thomas Cresswell fängt sie an zu ermitteln – schnell wird klar, dass sie sich auf der Spur des berüchtigten Serienmörders Jack the Ripper befinden. Die Suche nach Antworten führt Audrey zurück in ihr eigenes Umfeld … und zu einem furchtbaren Geheimnis.
| Selbst gekauft |
Cover und Ausstattung:
Das Cover und der Farbschnitt waren vor einigen Jahren der Grund, warum ich auf das Buch aufmerksam wurde. Das Coverbild zog meinen Blick durch die Stimmigkeit und der Gestaltungselemente an. Des Weiteren gefielen mir die einzelnen Motive, die gekonnt miteinander kombiniert wurden. Im oberen Bildbereich ist vermutlich Audrey Rose zu sehen, die Hauptprotagonistin. Parallel dazu finden sich im unteren Bereich Häuser der Stadt London.
Die Farben wurden stilsicher kombiniert und erwecken einen etwas düsteren Eindruck. Der Farbschnitt am Buchblock wird von einem Motiv bestimmt: im Zentrum steht ein Dolch. Schade finde ich, dass es nicht derselbe ist, den die Frau am Coverbild in den Händen hält. Ansonsten ist der Buchschnitt in einem dunklen Türkis eingefärbt und mit schwarzen Spritzern versehen.
Meine Meinung zum Inhalt:
Fast zwei Jahre stand das Buch in meinem Bücherregal, bis ich im Juli 2025 dazu kam es zu lesen. Aus persönlichen Gründen konnte ich es damals nicht rezensieren, weshalb ich mich im Juni 2026 dazu entschloss ein ReHearing als Hörbuch zu machen.
»Stalking Jack the Ripper« war der Debütroman der Autorin Kerri Maniscalco. Ihr Erzählstil war für mich authentisch und bildhaft. Ich konnte mich durch ihre Beschreibungen gut in das 19. Jahrhundert, in dem die Geschichte spielt, hineinversetzen. Sie fing den Zeitgeist und die Atmosphäre von damals ziemlich gut ein.
Hauptprotagonistin Audrey Rose Wadsworth war eine junge Frau aus gehobenem Hause, deren Leben von ihrem Vater bestimmt wurde. Dennoch hatte sie ihren eigenen Kopf und wollte einen Beruf erlernen. Nicht nur war dies mehr als ungewöhnlich für die gutbetuchten Kreise, sie wollte auch noch einen blutigen für Frauen als ungeeignet erachteten erlernen. Damals wurde die Frau als das „schwache“ Geschlecht angesehen, dem man so etwas nicht zumuten konnte.
Audrey Rose war mir trotz ihrer manchmal überheblichen Art sympathisch. Sie wusste was sie wollte und ließ sich nicht davon abbringen. Ich lernte sie mitten in einer blutigen Tätigkeit kennen. Die sogenannten Jack the Ripper-Morde erschütterten ganz London. Durch ihren Onkel war Audrey Rose nah an den Ermittlungen dran, weshalb sie unter anderem Eigene anstellte.
Teilweise ging sie recht stümperhaft und unvorsichtig vor, obwohl sie einen scharfen Verstand hatte. Ich war froh, dass sie nicht allein war, denn sie zog das Unheil wie magisch an. Der Spannungsboden bewegte sich hin und her. Manchmal war er enorm hoch und ich fieberte mit. Dann sank er wieder hinab und machte das Geschehen etwas ausschweifend.
Dennoch gefiel mir die Geschichte in ihren Grundlagen, da Audrey Rose nicht aufgab. Auf Beschreibungen zu weiteren Protagonistinnen und Protagonisten verzichte ich aus Spoilergründen.
Eine schreckliche Wendung brachte Audrey Rose dazu noch verbissener zu arbeiten. Romantische Gefühle konnte sie dabei absolut nicht gebrauchen. Kurioserweise fand ich diesen Anteil der Geschichte stellenweise konstruiert, dann wiederum passend. Es war ein seltsamer Wechsel. In den letzten Kapiteln kamen wir dem Täter immer näher, wobei ich nicht wirklich merkte wohin uns das führte.
Es störte mich ein wenig, dass Audrey Rose ohne stichhaltige Beweise ihren Verdacht als bestätigt ansah. Ich selbst glaubte nicht, dass er es war. Die Auflösung am Ende hielt eine Überraschung bereit. Der finale Showdown war damit sehr emotional, wobei der Ausgang unerwartet kam. Ein Teil davon war ziemlich schockierend.
Fazit:
Der Auftaktband rund die grausamen Fälle der Audrey Rose war mit einer soliden und spannenden Geschichte versehen. Viele Abschnitte ließen mich mitfiebern, manche fand ich etwas langatmig. Die Ermittlungen waren gut gemacht, obwohl mir die Protagonistin am Ende zu leichtgläubig war und ohne stichhaltige Beweise dachte den Täter gefunden zu haben. Den Liebesanteil am Geschehen fand ich passend und wieder nicht, es war ein seltsamer Mix. Die letzten Kapitel haben mir am besten gefallen. Vor allem der finale Showdown hatte es in sich und barg eine heftige Wendung die unerwartet kam.
Ich vergebe 4 von 5 möglichen Sternen!
Das Buch stammt aus meinem eigenen Besitz und wurde von mir nach dem Lesen freiwillig rezensiert.


Weitere Bände:
Band 1: Hier
Band 2: Hunting Prince Dracula – Die gefährliche Jagd
Band 3: Escaping from Houdini – Mord auf dem Atlantik
Band 4: Capturing the Devil – Der Teufel von Chicago
Ah – danke für die Rezi – das Buch steht bei mir auch noch rum. Hab mich dann aber irgendwie nicht dran getraut.
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Hallo Rina,
ich hab auch ewig gebraucht, bis ich es in die Hand genommen habe. Das Buch spaltet ja sehr die Meinungen😅. Warum hast dich bisher nicht ran getraut? Liebe Grüße Viktoria
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Aus dem Grund dieser verschiedenen Meinungen. Ich war mir einfach nicht sicher, da Lust drauf zu haben, wenn ich aber weiss, es kommen auch mal längen vor, aber ist trotzdem ein gutes Buch, dann wandert es wieder nach oben. Das hast du gut formuliert.
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