Rezension zu Kalte Daten. Warmer Puls. – Das Ende vom Ende von Jonas Templin

© Cover: Jonas Templin, Foto: Viktoria M. Keller

Der Kurzroman enthält eine spannende Geschichte in der es trotz Düsternis noch Hoffnung gibt. Wie er mir gefallen hat, teile ich dir unten im Text mit.

Fakten zum Buch:
Titel: Kalte Daten. Warmer Puls. – Das Ende vom Ende
Autor: Jonas Templin
Verlag: Selfpublishing
Erscheinungsdatum: 3. Mai 2026
Seitenanzahl: 118 Seiten
ASIN: B0GX2XPR7J

Inhaltsangabe:
In der sterilen Perfektion des Jahres 2083 ist die Menschheit längst verstummt.
Ohne Arbeit, ohne Herausforderungen und in absoluter physischer Distanz hat sich die Welt in eine kollektive, digitale Simulation zurückgezogen. Während die Menschheit durch globale Unfruchtbarkeit ohnehin ihrem Ende entgegensieht, leisten die Haushälterin Frieda und ihr Arbeitgeber Henning Klarsen privaten Widerstand. Es ist eine stille Revolution der Gestrigkeit, eine Rückbesinnung auf das Analoge, auf echte Berührungen und die Schönheit des Realen. Doch als unerklärliche äußere Einflüsse auf sie einwirken, gerät ihr Lebensstil in Gefahr. Frieda und Henning müssen ihr Schicksal in die eigenen Hände nehmen. Sie sind gezwungen, ihr sicheres Refugium zu verlassen und sich einer unbekannten Wirklichkeit stellen, die fantastischer ist, als sie es zu träumen gewagt hätten.

(Quelle: https://www.amazon.de/dp/B0GX2XPR7J, Datum: 05. Mai 2026)
Rezensionsexemplar via Autor

Cover und Ausstattung:

Das Cover ist in zwei Hälften geteilt. Auf der linken Seite sieht man eine Stadt und auf der Rechten einen Strand. Das Bindeglied ist eine Frau, die in der Mitte steht und ein Tablett mit zwei Kaffeetassen trägt. Bei ihr handelt es sich zweifelsohne um die Haushälterin Frieda, die neben Hennig Klarsen eine Hauptfigur ist. Das gesamte Bild wurde detailreich gezeichnet und ist in meinen Augen sehr aussagekräftig. Vor jedem Kapitel befindet sich dieselbe Illustration, lediglich die Kapitelnummer ändert sich.

Meine Meinung zum Inhalt:

Als ich diesen Kurzroman begann war ich mir nicht ganz sicher auf was ich mich einlasse, obwohl ich den Klappentext gelesen hatte. Meine Neugier hatte mich dazu bewogen in die Geschichte einzutauchen. Es handelt sich um das Debüt des Autors. Jonas Templin hat einen klaren und angenehmen Schreibstil. Mit nur wenigen Worten nahm er mich mit in das dystopische Hamburg.

Ich konnte mich rasch in seine Welt hineinversetzen und verstand, was aus der Menschheit geworden ist. Die Gründe wurden zwar nur wenig ausgearbeitet, dennoch entstand ein nachvollziehbares Grundsetting. Das dritte Kapitel war ein wenig befremdlich und so direkt, dass ich mich kurz fragte ob der Roman wirklich etwas für mich ist. Im weiteren Verlauf lernte ich die Hauptfiguren Frieda und Hennig besser kennen. Die Dynamik vom Anfang hatte sich zwischen ihnen verändert und war gefühlsintensiver geworden.

Die technisierte Welt schien die Menschheit auslöschen zu wollen, da war das Handeln der Beiden wie eine kleine Rebellion. Mir gefiel es, dass das Geschehen immer mehr Fahrt aufnahm und nach circa 20% ein weiterer Handlungsstrang hinzukam. Allerdings blieben die Charaktere dort ein wenig blass und fern. Mit ein paar mehr Kapitel aus deren Sicht hätten sie mehr Tiefe bekommen. Bei Frieda und Hennig war ich mit der Charakterentwicklung zufrieden.

Nach und nach kamen mehr Emotionen zu Tage, was die Leseatmosphäre intensivierte. Schon bald realisierten wir gemeinsam, dass die ganze Zeit eine Gefahr über ihnen schwebte. Wie hoch diese war, wurde mit der Zeit immer klarer. Wobei die Protagonistinnen und Protagonisten nichts davon ahnten als die Handlungsstränge zusammenliefen.

Die letzten Kapitel und damit das Ende des Kurzromans überraschten mich. Ich hatte mit etwas vollkommen anderem und nicht mit dieser Wendung gerechnet. Mich stürzte das Ganze in ein moralisches Dilemma, wobei ich die Entscheidung von Frieda und Hennig nachvollziehen konnte. An dieser Stelle hätte ich mir ein wenig mehr Auseinandersetzung mit dem Thema gewünscht. Dennoch bekam die Geschichte einen soliden Abschluss.

Fazit:

Der Debüt-Kurzroman des Autors Jonas Templin enthält eine gute Geschichte mit starken Emotionen zwischen den Hauptfiguren. Die Nebenfiguren hätten etwas mehr Tiefe verdient, dennoch nahm die Handlung immer mehr an Spannung zu. Das dystopische Grundfeeling war gut zu spüren und die Welt vorstellbar. Ich fühlte mich beim Lesen gut unterhalten und kam schnell voran. Innerhalb eines Tages war das Büchlein gelesen. Die letzten Kapitel führten mich zu einer unerwarteten Wendung, die eine wichtige Entscheidung forderte. An diesem Punkt hätte ich mir mehr Auseinandersetzung damit gewünscht, trotzdem bekam die Geschichte ein solides Ende.

Ich vergebe 4 von 5 möglichen Sternen!

Bewertung: 4 von 5.

Das eBook wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

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