
Die Geschichte wurde überraschend düster und blutig, gleichwohl war sie voller Spannung und guter Wendungen. Genaueres führe ich unten im Text näher aus.
Fakten zum Hörbuch:
Titel: Todesschiff
Autorin: Yrsa Sigurdardóttir
Übersetzerin: Tina Flecken
Sprecherin: Christiane Marx
Verlag: der Hörverlag
Erscheinungsdatum: 20. Januar 2026
Version: Ungekürzt
Laufzeit: 12 Stunden und 33 Minuten
ISBN: 978-3-8445-5628-5
Inhaltsangabe:
(Quelle: https://www.penguin.de/buecher/yrsa-sigurdard%C3%B3ttir-todesschiff/hoerbuch-download/9783844556285, Datum: 06. März 2026
Das große Finale der gefeierten Dóra-Gudmunsdóttir-Reihe
In einer Winternacht treibt eine Luxusjacht führerlos in den Hafen von Reykjavík – ein Geisterschiff. Wo sind die Mannschaft und die Passagiere, eine vierköpfige Familie mit zwei kleinen Mädchen? Rechtsanwältin Dora Gudmundsdóttir soll den Tod der verschwundenen Personen bestätigen, um den Erben der Familie die Lebensversicherung auszuzahlen. Noch während sie ermittelt, wird eine Leiche angespült, die keines natürlichen Todes gestorben ist.
| Rezensionsexemplar via Bloggerportal |
Meine Meinung zur Geschichte:
Als ich dieses Hörbuch begann war mir nicht bewusst, dass es sich um den sechsten Band einer Reihe handelt. Zu meiner Erleichterung stellte ich während dem Hören fest, dass es in sich abgeschlossen ist. Ich hatte nicht das Gefühl etwas verpasst zu haben. Yrsa Sigurdardóttir hat einen sehr bildhaften und lebendigen Schreibstil. Durch die klare und einfühlsame Erzählweise fand ich schnell in das Geschehen hinein und fühlte mich als Teil der Handlung.
Die Geschichte wurde über zwei Handlungsstränge erzählt. Rechtsanwältin Dora Gudmundsdóttir ermittelte für ihre Klienten im Verschwinden derer Familienmitglieder. Sie musste nachweisen, dass sie Tod waren damit sie die Lebensversicherung ausbezahlt bekamen. Parallel wurden geschildert, wie die Familie auf das Schiff in Lissabon, Portugal stieg und was darauf passierte. Ich gehe absichtlich nicht näher auf die einzelnen Personen ein um mögliche Spoiler zu vermeiden.
Wie kam es dazu, dass das Schiff in Reykjavík ohne Passagiere ankam? Was war passiert? Meine Neugier war groß, meine Erwartungen ebenso. Am Anfang schien noch alles gut zu gehen. Nach und nach wurde die Handlung düsterer und ein ganz leichter übernatürlicher Touch kam hinzu. Natürlich stand die Familie im Vordergrund, was starke und heftige Abschnitte mit isch brachte. Früh geschahen unheimliche Dinge. Ich versuchte herauszufinden wer dahinter steckte, was gar nicht so einfach war. Gab es einen blinden Passagier? Oder war der Täter offiziell an Bord?
Mit einigen darauffolgenden Wendungen hatte ich nicht gerechnet. Nach ungefähr einem Drittel der Geschichte begann ich mit zu fiebern und war ganz begierig darauf die Wahrheit herauszufinden. Doras Ermittlungen brachten immer mehr Hinweise, wobei es gar nicht so einfach sie richtig einzuordnen. Schon bald hatte ich einen Verdacht und war gespannt, ob ich richtig lag. Tatsächlich bestätigte er sich und doch lag ich falsch. Paradox? Aus gutem Grund. Allerdings verrate ich dir aus Spoilergründen nicht mehr dazu.
Die Geschehnisse spitzten sich nach und nach immer mehr zu. Es kam zu heftigen Wendungen und emotional sehr fordernden Szenen für die Protagonistinnen und Protagonisten. Das letzte Drittel war enorm spannend, konnte ich nicht hören, dachte ich über die Story nach und versuchte die letzten Verbindungen zu ziehen.
Dora kam der Wahrheit gefährlich nah. Dann war es schließlich soweit, das Ende kam. Alles wurde aufgelöst, jedweder Faden fand zusammen und kein Geheimnis war mehr ungeklärt. Die Wahrheit war schrecklich, doch schockierte mich das letzte Kapitel noch mehr. Es war dermaßen emotional, dass mir die Tränen in die Augen stiegen.
Meine Meinung zur Sprecherin:
Die Sprecherin Christiane Marx ist mir mittlerweile durch mehrere Hörbuchproduktionen gut bekannt. Meiner Meinung nach hat sie eine herrlich eindrückliche Erzählerinnenstimme. Zudem brachte sie ein hohes Maß an Emotionen in ihr Vorlesen ein, was die Geschichte in meinen Gedanken zum Leben erweckte. Einzig die Hörgeschwindigkeit stellte ich höher, weil sie mir zu langsam las. Das hatte allerdings keinen Einfluss auf meine Bewertung, weil ich das fast bei jeder Sprecherin oder jedem Sprecher machen muss.
Mein Fazit:
Dieser Thriller stach durch die starke Emotionalität und die eindrückliche Erzählweise hervor. Beim Hören vergaß ich die Welt um mich herum, weil die Geschichte so spannend war und die Sprecherin Christiane Marx die Handlung in meinen Gedanken zum Lebene erweckte. Ich rätselte, fieberte mit und versuchte gemeinsam mit Dora die Wahrheit herauszufinden. Meine Vermutungen waren richtig und doch waren sie falsch. Manche Szene war blutig und gewaltvoll. Es gelang der Autorin mich gekonnt zu täuschen. Der Thriller ist einer der Besten, die ich in letzter Zeit gehört habe! Das Ende hat es mehr als in sich und berührte mich tief.
Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen!
Der Hörbuch-Download wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!