Rezension zu [Hörbuch] The Witcher – Die Vorgeschichte zur Hexer-Saga Band 1: Der letzte Wunsch von Andrzej Sapkowski

©2007 Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG (P)2017 Audible Studios

Die enthaltenen Geschichten geben einen guten Einblick in Geralds Handeln und Denken. Unten im Text beschreibe ich meine Meinung ausführlich.

Fakten zum Hörbuch:
Titel: The Witcher – Der letzte Wunsch
Autor: Andrzej Sapkowski
Sprecher: Oliver Siebeck
Verlag: Audible Studios
Erscheinungsdatum: 13. Juli 2017
Version: Ungekürzt
Laufzeit: 12 Stunden und 9 Minuten
ASIN: B07356YV2D

Inhaltsangabe:
Der Hexer Geralt von Riva verdient sein Geld mit Kämpfen gegen Ungeheuer aller Art. Über einen Mangel an Aufträgen kann er sich nicht beklagen, denn es gibt genügend Leute, die dringend Hilfe gegen Vampire, Drachen und andere dämonische Wesen brauchen. Als Geralt eines Tages einen Luftgeist befreit, schlägt ihn dieser mit der verhängnisvollen und quälenden Liebe zu der schönen Zauberin Yennefer. Und dann wird Geralts bester Freund schwer verletzt und braucht seine Hilfe…

(Quelle: https://www.audible.de/pd/Der-letzte-Wunsch-Hoerbuch/B073594H8J, Datum: 05. März 2026)
Gekauft via Audible

Meine Meinung zur Geschichte:

Ich begann die Witcher-Saga letztes Jahr zu lesen und zu hören. Im Juni 2025 hörte ich mir zum ersten Mal dieses Hörbuch an. Aus gesundheitlichen Gründen konnte ich keine Rezension schreiben und habe es deswegen vor ein paar Tagen erneut gehört. Autor Andrzej Sapkowski hat einen angenehm bildhaften und aussagekräftigen Schreibstil. Viele der Szenen wurden von ihm eindrücklich beschrieben.

Der Aufbau hat mich überrascht, denn ich hatte nicht mit mehreren einzelnen Geschichten rechnet. Dazwischen gab es die Rahmenhandlung „Die Stimme der Vernunft“, welche sie miteinander verband. Hexer Geralt erinnerte sich an die Geschehnisse oder erzählte sie einer Person. Dadurch gab es einen roten Faden, der sich bis zum Ende durchzog.

In der „Hexer“ nahm Geralt den Auftrag an König Foltests Tochter von einem schrecklichen Fluch zu befreien, der das Land bereits seit einigen Jahren terrorisierte. In „Ein Körnchen Wahrheit“ traf Geralt auf Nivellen, der Verfluchte hatte sich mit seinem Leben als Monster abgefunden. Beim Hören dieser Geschichte hatte ich den Eindruck eine finstere Version vom Märchen „Die Schöne und das Biest“ zu erleben.

In „Das kleinere Übel“ sah die Sache anders aus. Geralt musste sich entscheiden auf wessen Seite er stand und wie er vorgehen wollte. Schnell war klar, dass weder das Eine noch das Andere gut ausgehen würde. Blut und Tod gehörten in beiden Szenarien dazu. Mit der Geschichte in „Eine Frage des Preises“ konnte ich am wenigsten anfangen, denn sie zog sich ziemlich. Erst gegen Ende entstand halbwegs Spannung.

„Der Rand der Welt“ zeigte, dass es nicht immer so sein muss, wie man im ersten Moment glaubt. Die Geschehnisse überzeugten mich mit ihrem tiefergehenden Inhalt – nicht alles ist schwarz oder weiß. Zu guter Letzt kam die titelgebende Erzählung „Der letzte Wunsch“ hinzu. Auch hier waren Geralt und Rittersporn gemeinsam unterwegs. Anders als in der Geschichte davor nahm die Handlung nahezu sofort eine drastische Wendung. Mitunter war dieser Abschnitt einer der Spannendsten. Protagonist Rittersporn wurde zu einem meiner Lieblingscharaktere.

Außerdem lernte ich dort Yennefer von Vengerber kennen. Jene Frau die im späteren Leben des Hexers eine wichtige Rolle spielen sollte. Welche ist für mich noch ungewiss. Mein Eindruck von Yennefer ist negativ, weshalb ich den Ausgang nicht nachvollziehen konnte.

Jede Geschichte hatte etwas für sich. Für mich erweitere sich das Bild von Hexer Geralt, denn bisher weiß ich nur das was ich im Prequel „Kreuzweg der Raben“ erlebt habe. Wiederholt hatte ich den Eindruck, dass Herr Sapkowski bekannte Märchen in düsterer Form neu erzählte und in die Welt seiner Hexer-Saga einbaute. Meine Neugier auf die Fortsetzung konnte er jedenfalls wecken. Gut, dass ich bereits die anderen zwei Bände der Trilogie gekauft habe.

Meine Meinung zum Sprecher:

Die Stimme von Oliver Siebeck hat einen warmen und kräftigen Klang. Es gelang ihm früh meine Aufmerksamkeit auf sein Vorlesen zu bannen. Durch ihn wurde mein Hörerlebnis verstärkt, weil ich den Eindruck hatte er wäre höchstpersönlich Geralt von Riva und schildere mir seine Erlebnisse selbst. Oliver Siebeck wurde eins mit der Figur und war für mich für die Hörzeit der Hexer.

Mein Fazit:

Der erste Band der Vorgeschichten-Trilogie aus der Hexer-Saga enthielt spannende Geschichten, die durch einen roten Faden miteinander verbunden wurden. Autor Andrzej Sapkowskis bildhafter Erzählstil sorgte für ein gutes Feeling. Sprecher Oliver Siebeck erweckte den Hexer Geralt mit seinem Vorlesen zum Leben, weil er eins mit der Figur wurde. Ich hatte großen Hörspaß und war gespannt, was als Nächstes passieren würde. Meine Lieblingsgeschichte war „Der letzte Wunsch“. Einerseits traf ich meinen Lieblingsprotagonisten. Andererseits stellte ich fest, dass ich Yennefer von Vengerber nicht leiden kann. Jedenfalls freue ich mich darauf mit dem nächsten Band zu beginnen.

Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen!

Bewertung: 5 von 5.

Das Hörbuch stammt aus meinem eigenen Besitz (selbst gekauft) und wurde von mir nach dem Hören freiwillig rezensiert.


Rezensionen zu weiteren Bänden:

Band 1: Hier
Band 2: Zeit des Sturms
Band 3: Das Schwert der Vorsehung

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