
Mit dem zweiten Band der Reihe schrieb der Autor eine solide Fortsetzung, auch wenn sie nicht an den ersten Band herankam. Erfahre unten im Text mehr dazu.
Fakten zum Hörbuch:
Titel: Ruf der Toten – Zimmer 203
Autor: Jan Beck
Sprecher*innen: Christiane Marx, Richard Barenberg
Verlag: der Hörverlag
Erscheinungsdatum: 19. Januar 2026
Version: Ungekürzt
Laufzeit: 11 Stunden und 14 Minuten
ISBN: 978-3-8445-5475-5
Inhaltsangabe:
(Quelle: https://www.penguin.de/buecher/jan-beck-dorn-ruf-der-toten/hoerbuch-download/9783844554755, Datum: 29. März 2026)
Kriminalpsychologe Simon Dorn, nach dem Tod seiner bisherigen »Sponsorin« Karla Hofbauer finanziell am Abgrund, wird über das Internet von einer mysteriösen Klientin kontaktiert. Was als Hilferuf beginnt, entpuppt sich als Teil eines perfiden Spiels. Als sie den Kontakt abbricht, bittet Dorn die junge Ermittlerin Lea Wagner, bei der Klientin nach dem Rechten zu sehen. Wagner findet die Frau tot – verdurstet, und das schon mehrere Wochen zuvor. Neben der Leiche steht ein laufender Computer … Dorn sieht eine Verbindung zu einem ungelösten Fall in einem der Zimmer im Hotel Dorn. Auch damals ließ der Täter seine Opfer in seinem Beisein verdursten. Lange Zeit war der Mörder untergetaucht. Ist er nun zurück? Und warum wenden sich die Toten ausgerechnet an Simon Dorn? Dorn und Wagner müssen sich auch in diesem Fall zusammentun, wenn sie den Mörder stoppen wollen. Und erneut erweisen sich ihre unterschiedlichen Temperamente und Methoden als äußerst zielführend.
| Rezensionsexemplar via Bloggerportal |
Meine Meinung zur Geschichte:
Nachdem mir der erste Band richtig gut gefallen hatte, wollte ich natürlich auch in den Zweiten eintauchen. Der Autor Jan Beck hat einen sehr detailreichen und fesselnden Erzählstil. Durch seine eindrücklichen Beschreibungen fand ich sofort wieder ins Geschehen hinein und begab mich an die Seite der Protagonistinnen und Protagonisten.
Der Einstieg in die Geschichte war anders als erwartet. Die Geschehnisse im ersten Kapitel wurden aus der Sicht eines der Opfer erzählt, das auch einen eigenen Handlungsstrang hatte. Wie auch im vorherigen Band wurden die Geschehnisse aus den Perspektiven verschiedener Protagonistinnen und Protagonisten beschrieben, wobei Simon Dorn, Lea Wagner und Tamara Weigert im Mittelpunkt standen.
Es fällt mir ziemlich schwer über die Handlung zu schreiben, weil ziemlich viel geschah. Da war nicht nur der Mord an der öffentlichen Person, sondern weitere parallele Handlungen. Manches davon floss ineinander, weil es mit dem Fall zu tun hatte. Anderes lief zeitgleich und befasste sich mit einem weiteren „Drama“. Ich war ehrlich erstaunt welche Ausmaße das annahm, genauso wie ich mit dem Ausgang nicht gerechnet hatte.
Jedenfalls hatte es der Haupthandlungsstrang in sich. Durch die Kapitel aus der Sicht des Opfers hatte ich einen Wissensvorsprung, was die Geschehnisse ein wenig vorhersehbar machte. Dennoch hatte ich das Gefühl zeitweilig intensiv mitfiebern zu können. Am meisten tat ich dies bei Lea und Tamara. Obwohl Dorn in die das Geschehen eingebunden war, fühlte es sich an als wäre er mehr eine Randfigur. Am meisten agierte Lea.
Die Ermittlungen rund um die Tote waren durch mehrere Hindernisse ziemlich schwierig. Ehrlich gesagt hatte ich den Eindruck, dass ihr absichtlich Steine in den Weg gelegt wurden. Wobei sich das bis zum Schluss weder bestätigen noch ausräumen ließ. Im letzten Drittel entwickelten sich starke Szenen in denen ich mitfieberte. Das Ende kam rasch näher und die Auflösung schien in greifbarer Nähe.
Dann ging alles ganz schnell und es war vorbei – zu schnell in meinen Augen. Mir persönlich ging das alles zu abrupt vonstatten. Zudem wurden mehrere Dinge bezüglich des Falles nicht aufgeklärt. Ich war nur halb ein Teil der Auflösung und wünschte mir mehr in dieser Hinsicht.
Dorns Erkenntnis am Ende des Hörbuches lassen vermuten, dass es im nächsten Band weitergehen wird. Was er erfahren hat, lässt keinen anderen Schluss zu. Für mich war das etwas enttäuschend, da ich mir ein schlüssigeres Ende erhofft hatte. Aufgrund dessen und der Vorhersehbarkeit ziehe ich jeweils einen halben Stern ab.
Meine Meinung zur Sprecherin und dem Sprecher:
Christiane Marx war die Hauptsprecherin des Hörbuchs. Richard Barenberg las nur ein kurzes Kapitel im letzten Drittel. Frau Marx ist mir unter anderem von der »Die verlorenen Töchter« Reihe wohl bekannt. Ich liebe ihre einprägsame und weiche Stimme. Sie las das Hörbuch gekonnt und mit dem richtigen Maß an Emotionen in der Stimme. Herr Barenberg kenne ich aus anderen Produktionen. Seine Rolle in diesem Hörbuch war zu kurz. Ich hätte ihn gerne länger und häufiger gehört, da auch er grundsätzlich eine tolle Erzählerstimme hätte.
Mein Fazit:
Der zweite Band der Reihe enthielt eine aufregende Geschichte mit teils heftigen Wendungen. Durch die Kapitel aus der Sicht eines der Opfer war für mich zu viel Vorhersehbarkeit vorhanden. Dennoch hatte ich ein gutes Hörerlebnis, weil die Geschehnisse in spannender und emotionaler Form erzählt wurden. Ich konnte wiederholt mitfiebern und rätselte welche Person dahintersteckt. Leas Handlungsstrang war mein liebster, wobei ich auch den von Tamara mochte. Das Ende war für mich nicht zufriedenstellend, weil es zu abrupt kam und ich den Eindruck hatte nur halb dabei zu sein. Die Sprecherin Christiane Marx sprach das Hörbuch mit ihrer einprägsamen und weichen Stimme in grandioser Weise. Richard Barenberg war zu kurz dabei um ein richtiges Urteil fällen zu können.
Ich vergebe 4 von 5 möglichen Sternen!
Das Hörbuch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!
Rezensionen zu weiteren Bänden:
Band 1: Hotel der Angst – Zimmer 103
Band 2: Hier
Weitere Bände in Planung