Rezension zu [Hörbuch] Sörensen ermittelt Band 5: Sörensen macht Urlaub von Sven Stricker

©2024 by Audio-To-Go Publishing Ltd. / Buchvorlage by Rowohlt Verlag GmbH, Hamburg (P)2024 by Audio-To-Go Publishing Ltd.

Der fünfte Band hat mich wieder vollkommen für sich eingenommen und mitfiebern lassen. Warum erläutere ich spoilerfrei unten im Text.

Fakten zum Hörbuch:
Titel: Sörensen macht Urlaub
Autor: Sven Stricker
Sprecher: Sven Stricker
Verlag: Audio-To-Go
Erscheinungsdatum: 17. September 2024
Version: Ungekürzt
Laufzeit: 16 Stunden und 25 Minuten
ASIN: B0DGQHVJX9

Inhaltsangabe:
Der von seiner Angststörung geplagte Kriminalkommissar Sörensen will endlich einmal Urlaub machen und dem tristen Katenbüll für eine Weile entfliehen. Nach Österreich will er, in die Berge _ schwimmen gehen. Nur einen kurzen Zwischenstopp in Hamburg plant er ein, bei seiner Ex-Frau Nele und Tochter Lotta. Was soll schon schiefgehen? Antwort: alles. Denn das Verbrechen reist ihm hinterher … Parallel hat Kollegin Jennifer in Katenbüll plötzlich einen eigenen Mordfall zu bearbeiten. Und sie wird den Teufel tun, Sörensen davon zu erzählen. Sörensen sieht sich bald schon in einem Netz aus größeren und kleineren Lügen gefangen, das nicht nur ihm die Sicht versperrt. Oder ist es am Ende gerade diese Spur aus Lügen, die Jenni und ihn zur Wahrheit führt?

(Quelle: https://www.amazon.de/gp/product/B0DGQHVJX9, Datum: 17. März 2026)
Rezensionsexemplar via Agentur

Meine Meinung zur Geschichte:

Der fünfte Band begann vielsprechend und war rasch mit guter Spannung gespickt. Autor Sven Stricker splittete die Handlung in zwei Stränge und zeigte wie genial er Geschichten konstruieren kann. Durch die Geschehnisse bei beiden entwickelte sich eine interessante Storyline. Gemeinsam mit den schlagfertigen Dialogen brachte mich dies alsbald zum Mitfiebern.

Ein neues Stilmittel des Autors waren die Kapitel aus der Sicht verschiedener Protagonistinnen und Protagonisten bei denen ich einen Einblick in deren Gedankenwelt bekam. Egal ob Neben- oder Hauptfigur. Manche davon tauchten nur einmal auf. Es war ein Blick hinter die Fassade der Menschen und zeigte, dass wir oft nicht ehrlich unseren Mitmitmenschen gegenüber sind.

Ich war hellauf begeistert wie stark die Geschichte im fünften Band war. Für mich ist er der bisher Beste der Reihe. Und das obwohl es eine Person gegeben hat, der ich bis zum Schluss gern an die Gurgel gegangen wäre. Sie war äußerst nervtötend, völlig verblendet und hatte eine Wahrnehmung, die kaum etwas mit der Realität zu tun hatte. Mehrmals hatte ich mich gefragt, wie man nur so sehr von sich eingenommen sein konnte. Deswegen verstand ich gut, warum eine bestimmte Figur teilweise am liebsten „in die Luft“ gegangen wäre.

Zurück zu Sörensen: Sein Ziel einen entspannten Urlaub in Österreich zu machen rückte früh in weite Ferne, auch wenn er es nicht wahrhaben wollte. Ich war ziemlich überrascht davon, wie sich die Geschehnisse bei ihm entwickelten. Aus einem Vorbeischauen wurde ein verzwickter und gefährlicher Fall. Vor allem eine Wendung im letzten Drittel schockierte mich sehr. An diesem Punkt habe ich mich gefragt, wie man das mit seinem Gewissen vereinbaren kann.

In Katenbüll war es durch den Mord auch nicht ruhiger. Zumal Jenni ohne Sörensen ermittelte musste oder eher „durfte“. Warum schreibe ich das Wort in Anführungszeichen? Das hat einen driftigen Grund, der die Polizeiwache in dem kleinen Örtchen ziemlich aufbrachte. Mehr verrate ich dir aus Spoilergründen nicht. Damit waren beide Handlungsstränge aufschlussreich und mit guten Geschehnissen gespickt. Zugegeben ein paar Lügen weniger hätten eventuell geholfen so manches schneller aufzuklären. Zumal Jenni einmal wirklich überreagierte, da sie auch nicht besser gewesen war.

Je näher das Ende kam, desto mehr zeichneten sich die richtigen Spuren mitsamt Beweisen ab. Tatsachen griffen ineinander, Sörensen kombinierte richtig und erkannte vor uns allen was die Wahrheit ist. Im Grunde gab es zwei finale Showdowns die offenbarten wie umfangreich die Fälle wirklich waren. Ich fieberte ununterbrochen mit und war gespannt, wie das Ganze ausgehen wird. Es wurde heftiger als gedacht.

Zum Schluss wurden alle Karten auf den Tisch gelegt. Der Epilog brachte mich tatsächlich zum Schmunzeln. Sörensen konnte eben nicht aus seiner Haut. Andere übrigens auch nicht. 😉

Meine Meinung zum Sprecher:

Wie bereits bei den Vorgängerbänden wurde Hörbuch von Autor Sven Sticker persönlich eingelesen. Auch dieses Mal hauchte er seinen Protagonistinnen und Protagonisten leben ein, in dem er sich in ihre Charaktere hineinversetzte und die Akzente sprach. Ich hörte ihm gerne zu und fand das Hörbuch dadurch besonders authentisch.

Mein Fazit:

Der fünfte Band war für mich der bisher Beste der Reihe. Sven Stricker schrieb eine spannende Geschichte, die sich in zwei Handlungsstränge aufsplittete und später wieder zusammenlief. Trotz einer äußerst anstrengenden und nervigen neuen Figur konnte mich die Storyline für sich einnehmen. Zumal die Fälle komplex und doch aufregend waren. Die dramatischen Wendungen sorgten für richtiges Mitfiebern. Sörensen erkannte vor mir die Wahrheit, was zu zwei starken finalen Showdowns führte. Am Ende wurde alles aufgelöst und stimmig in sich abgeschlossen. Autor Sven Stricker las auch den fünften Band mit großem Können. Durch all das hatte ich ein geniales Hörerlebnis.

Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen!

Bewertung: 5 von 5.

Das Hörbuch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!


Rezensionen zu weiteren Bänden:

Band 1: Sörensen hat Angst
Band 2: Sörensen fängt Feuer
Band 3: Sörensen am Ende der Welt
Band 4: Sörensen sieht Land
Band 5: Hier
Band 6: Sörensen geht aufs Haus

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