
Der Auftaktband war ungewöhnlich, eigenwillig und dennoch hat mich die Geschickte gepackt. Im nachfolgenden Text kannst du nachlesen wie mir das Buch gefallen hat.
Fakten zum Buch:
Titel: Menschenfeind: Noteinsatz im Asteroidengürtel
Autor: Ivan Ertlov
Verlag: Selfpublishing (Independently publ.)
Erscheinungsdatum: 12. Juli 2025
Seitenanzahl: 284 Seiten
ISBN: 979-8291231531
Inhaltsangabe:
(Quelle: https://www.amazon.de/Doctor-Death-Menschenfeind-Asteroideng%C3%BCrtel-Science-Fiction/dp/B0FGWNQ6TF, Datum: 11. Februar 2026)
Das 22. Jahrhundert hat begonnen!
Trotz Tsunamis und regionalen Hitzerekorden, Nilpferden in der Donau und der einen oder anderen halb versehentlich gezündeten Atombombe gibt es auch so manchen Hoffnungsschimmer für die Menschheit. Der Mars baut langsam, aber vielversprechend seine eigene Landwirtschaft auf, Minen auf dem Mond und im Asteroidengürtel gewinnen erfolgreich Rohstoffe für den Ressourcenhunger der nimmersatten Erde und mit der nun endlich universal verfügbaren LC-12 Impfung ist die Leukämie mutmaßlich besiegt. Die letzte Krebserkrankung, die der inzwischen weit fortgeschrittenen Medizin noch Kopfschmerzen bereitet hatte. Für Doktor Brunner, der sich in seiner Spezialklinik auf dem Mond der palliativen Onkologie verschrieben hat, ist es an der Zeit, die Pforten dort zu schließen – und sich einen neuen Job zu suchen. Oder ein neues medizinisches Betätigungsfeld. Leichter gesagt, als getan, wenn man sich den zweifelhaften Spitznamen „Doctor Death“ eingehandelt hat und einem die Ex-Frau finanziell den Boden unter den Füßen wegzieht. Abgebrannt und heruntergekommen, bleibt ihm keine andere Wahl, als das fragwürdige Jobangebot einer zwielichtigen Sonderabteilung der Vereinten Nationen zu übernehmen. Offiziell handelt es sich um medizinische- und Sicherheitsinspektionen auf den Außenposten der Menschheit im All. Inoffiziell? Nun, es hat einen Grund, warum sein fliegender Krankenwagen bewaffnet ist und seine Chefin ihm eine Knarre untergejubelt hat. Welchen? Das wird Doctor Death schneller herausfinden, als ihm lieb ist …
Ein abgefahren-rasantes Lesevergnügen für Fans von The Expanse, Star Trek: Enterprise, House, Firefly – und der Avatar-Reihe!
| Rezensionsexemplar via Autor |
Cover und Ausstattung:
Auf dem Cover ist ein Rettungsraumschiff im Anflug auf einen Asteoriden oder Planeten zu sehen. Die Motive sind sehr groß abgebildet, was das Gesamtbild etwas zu voll mach. Dafür gefallen mir die gewählten Farben. Die Darstellung entspricht Elementen aus der Geschichte, was wiederum recht passend ist.
Meine Meinung zum Inhalt:
Wer ist Doctor Death und warum trägt er diesen Namen? Das waren die ersten Fragen, die mir durch den Kopf gingen als ich den Titel des Buches las. Da mich der Klappentext angesprochen hatte, war meine Neugier geweckt. Dank einer Überraschung des Autors konnte ich in die Geschichte eintauchen. Mit seinem gewohnt humorvollen Erzählstil samt den politischen Keulen, die er austeilte, gelang es Ivan Ertlov mich rasch in seine Geschichte zu ziehen.
Im Prolog traf ich zum ersten Mal auf Karl Brunner, der in seinem privaten Luftschlösschen blind vor Liebe lebte. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn er bekam nichts mit. Erst als es mehr als zu spät war, kam die große Erleuchtung … oder Ernüchterung? Jedenfalls änderte sich das Leben des Arztes komplett. Wäre da nicht das Jobangebot der UN, wäre er wohl untergegangen. Der Weg zu seinem ersten Einsatz war mit einigen Widrigkeiten gespickt, die Brunner erstmal überstehen musste. Manche mehr, manche weniger gefährlich.
Zu meiner Überraschung war nichts davon langweilig. Stattdessen war ich neugierig, in welche Fettnäpfchen und verhängnisvolle Momente der Doc noch rutschen würde. Auf Ceres nahm die Handlung mehrere aufregende und ziemlich gute Wendungen. Neue Personen traten hinzu, wobei ich Nancy am liebsten mochte. Die junge Frau war ziemlich resolut und ein wahres Energiebündel. Talutha war eine Person für sich, die ich nur schwer einschätzen konnte. Mike hingegen war mir sympathisch.
Neben Hauptprotagonist Karl kamen diese drei Personen am häufigsten vor. Alle hatten natürlich mit den Geschehnissen auf Ceres zu tun. Die Frage war nur, wer schuldig war oder ob jemand anderer beteiligt war. Bis zum großen Finale rätselte ich, wer hinter all dem stecken könnte. Genialerweise gelang es dem Autor mich bis dahin an der Nase herumzuführen. Die Erleuchtung hatte ich im selben Moment wie die Protagonistinnen und Protagonisten. Schon vorher war es für Karl brenzlig geworden, das schien sich jetzt zu wiederholen.
Dementsprechend gefährlich waren die letzten entscheidenden Szenen. Jetzt ging alles ganz schnell und die Wahrheit wurde in voller Länge offenbart. Dann kam der Epilog mit einem gelungenen Ende das gleichzeitig den Auftakt zu weiteren Bänden einläutete.
Fazit:
Der erste Band rund um Doctor Death Karl Brunner mochte anfangs etwas eigenwillig gewesen sein, doch änderte dies nichts an der Spannung, die sich nach und nach aufbaute. Ich hatte viel Spaß beim Lesen und verfolgte aufmerksam was geschah. Mehrere gute Wendungen, viel Humor und ein paar politische Anspielungen zwischendurch sorgten für eine aufregende Geschichte. Meine Neugier war geweckt, weil ich die Wahrheit herausfinden wollte. Allerdings führte mich der Autor bis zum Schluss an der Nase herum. Das Ende war dementsprechend gut gemacht und wurde von einem gelungenen Epilog abgeschlossen. Ich freue mich auf den nächsten Band!
Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen!
Das eBook wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!
Rezensionen zu weiteren Bänden:
Band 1: Hier
Band 2: Seelenräuber – In den Fängen der Venus
Band 3: Witwentröster – Für eine Handvoll ITE
Band 4: Kriegsverbrecher: Kein Weg Zurück – erscheint am 26. Februar 2026