
Die Geschichte hat dafür gesorgt, dass ich gar nicht mehr aus ihr auftauchen wollte. Warum? Das lasse ich dich unten im Text spoilerfrei wissen.
Fakten zum Buch:
Titel: Ad Abyssum – Farcast in die Unendlichkeit
Autor: Ivan Ertlov
Verlag: Selfpublishing (Independently publ.)
Erscheinungsdatum: 17. Januar 2026
Seitenanzahl: 319 Seiten
ISBN: 979-8244290776
Inhaltsangabe:
(Quelle: https://www.amazon.de/Ad-Abyssum-Farcast-die-Unendlichkeit/dp/B0GHFWZMK8, Datum: 03. Februar 2025)
Ein Tor. Eine Crew. Kein Rückweg.
Drei Monate. So lange ist es her, dass das Erkundungsschiff Serpens Resolutio durch den ExoGate-Ring von ASA-103 sprang – und einfach verschwand. Kein Signal. Kein Energiepuls. Keine Trümmer. Nur ein Logbucheintrag und ein Flüstern in der Dunkelheit. Ein weiteres Team wird losgeschickt. Zweitsprünge nennt man solche Missionen, wenn man höflich ist. Selbstmord mit Ansage, wenn man länger als zwei Tage im ExoGate-Programm gedient hat. Aber dafür gibt’s ja den dreifachen Sold. Und die Aussicht auf Ruhm. Oder wenigstens einen geschlossenen Sarg. Captain Lieke Vos und ihr Erster Offizier Dr. Igor Čmarko sind alte Hasen. Also… alt im Sinne von: nicht gestorben. Noch nicht. Ihre letzte Mission mit der Monte Catini endete in einem Fiasko, über das bis heute keiner reden darf – zumindest nicht, wenn man seinen Vertrag behalten will. Zwei Tote. Ein zerstörtes Schiff. Und eine Rückkehr, die das Wort „Trauma“ neu definiert hat. Jetzt bekommen sie ein neues Kommando. Ein neues Schiff – die ASEV Izanami, benannt nach der Göttin der Unterwelt. Ein Omen? Vielleicht. Ein Scherz? Wahrscheinlich. Ein perfekter Name für ein Schiff, das durch ein mysteriöses Alien-Artefakt in das Unbekannte springt, um herauszufinden, was dort einen Trupp hochbezahlter Raumfahrer gefressen hat? Absolut.
ASA-103 wartet. Die Izanami fliegt. Und hinter dem Ereignishorizont lauert nicht nur das Unbekannte – sondern vielleicht etwas, das kein Mensch je hätte sehen sollen.
Ad Abyssum ist der erste Band einer neuen SF-Reihe von Bestsellerautor Ivan Ertlov, in der knallharte Action niemals den Sense of Wonder bremst. Mit bissigem Humor, klaustrophobischer Spannung und einem Universum, das keine Rücksicht auf Menschen nimmt – aber sehr genau zuhört, wenn sie schreien.
„Willkommen an Bord der Izanami. Wir danken Ihnen für Ihren Dienst an der Menschheit. Vergessen Sie nicht, sich von Ihren Liebsten zu verabschieden.“
| Rezensionsexemplar via Autor |
Meine Meinung zum Cover:
Für mich ist dieses Cover eins der Gelungensten des Autors. Es ist aussagekräftig und trifft den Nerv der Geschichte. Zu sehen ist im unten Vordergrund das Team von Captain Lieke Vos, welches mit ihr auf der Mission ist. In der Mitte befindet sich ein kreisrunder Ausschnitt, der wie ein Portal oder Tor wirkt. Darin ein Stück eines Planten mit überdimensionierten Felsen/Bergen und zwei Personen die darauf stehen, mit einer großen Fahne in der Hand.
Meine Meinung zum Inhalt:
Auf dieses Buch von Autor Ivan Ertlov hatte ich mich besonders gefreut, denn das was er auf Social Media darüber berichtet hatte, weckte meine Neugier. Der Erzählstil war gewohnt unverblümt, er nahm kein Blatt vor den Mund und schrieb freiheraus, was zu sehen war und was die Figuren dachten. Schon nach wenigen Seiten befand ich mich mitten im Geschehen und beobachtete aufmerksam das Fortschreiten der Handlung.
Durch eine Zeitleiste (Historie) wurde anfangs beschrieben, was in den Jahren 2035 bis 2058 auf der Erde und im Weltall geschehen war. Präzise und zusammenfassend erfolgte dieser Abschnitt. Danach ging es mit dem Prolog und einer Professorin los, die ich nicht leiden konnte. Zum Glück begegnete ich ihr kein zweites Mal und vergas sie schnell. Im ersten Kapitel befand ich mich mitten im Geschehen. Ich traf auf Captain Lieke Vos, die gerade von ihrer letzten Mission berichtete.
Sofort war meine Aufmerksamkeit auf die Ereignisse fixiert. Die Handlung nahm rasch Fahrt auf. Es gab weder Langweile noch sonst etwas, das die Geschichte in die Länge gezogen hätte. Stattdessen baute sich ein gutes Maß an Spannung auf. Die Grundidee wurde vom Autor gekonnt ausgearbeitet und bildhaft beschrieben. Mit der Mission des Zweitsprungs zeigte sich schnell aus welchen „Holz“ die Protagonistinnen und Protagonisten geschnitzt waren.
Lieke Vos und Igor Čmarko waren mir auf Anhieb sympathisch. Igor hatte Teddybär-Vibes, in ihm steckte enormes Wissen. Lieke selbst schien eine sehr offene Person. Mir gefiel es, dass sie Widerworte zuließ und zielstrebig, sowie direkt als Vorgesetzte war. Takeru Liao hatte für sein junges Alter große Fähigkeiten. Seine unbeholfene Art hatte etwas für sich, dennoch wusste er wie er handeln musste, wenn es dadrauf ankam. Von Nyasha Okezie wusste ich zuerst nicht, was ich halten sollte. Es imponierte mir, dass sie Befehle hinterfragte und nicht alles sang und klanglos akzeptiere.
Schon früh nahmen die Ereignisse eine äußerst gefährliche Wendung. Die Crew suchte nicht nur nach Überlebenden des Erstsprungs, sondern kämpfte auch um ihr eigenes Leben. Aus Spoilergründen gehe ich nicht näher auf das ein, was dort geschieht. Ich fieberte ununterbrochen mit und konnte meinen Entdeckerinnengeist kaum zügeln. Es wurde actionreich, gefährlich und tödlich. Zwischen all dem war dennoch kurz Zeit für persönliche Momente und ein Innehalten.
Ich rätselte die ganze Zeit mit, was hinter dem Ganzen stecken konnte. In einer Hinsicht hatte ich recht, mein Verdacht sollte sich bestätigen. In anderer Hinsicht gelang es dem Autor mir zu überraschen. Die letzten Abschnitte waren damit doppelt so gut, weil eine Lösung her musste.
Damit wurde das Ende das Buches eingeläutet, was zu einem letzten Mitfiebern führte. Schließlich kam der Epilog und ich las die letzte Seite. Nach dem Beenden war mein erster Gedanke: Ich möchte weiterlesen! Deshalb freue ich mich auf den nächsten Band, auch wenn ich noch geduldig sein muss.
Mein Fazit:
Der erste Band der Reihe war voller Spannung, actionreichen Szenen und vielen Momenten zum Mitfiebern. Ich fand schnell in das Geschehen hinein und konnte nicht genug davon bekommen. Die Protagonistinnen und Protagonisten waren mir überwiegend sympathisch. Mit ein wenig Humor und seinem mitreißenden Schreibstil erschuf der Autor eine richtig gute Geschichte. Die Geschehnisse vor Ort überschlugen sich beinahe, dennoch war Zeit für persönliche Gespräche. Langeweile? Sowas gibt es in diesem Buch nicht. Ich war vom Anfang bis zum Ende hellauf begeistert. Mein Verdacht bestätigte sich im Verlauf der Handlung. Bei einem anderen Aspekt gelang es Ivan Ertlov mich zu überraschen. Das Ende ist gut gelungen und lässt mich auf die Fortsetzung hin fiebern.
Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen!
Das eBook wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!
Rezensionen zu weiteren Bänden:
Band 1: Hier
Band 2: Gefangen in der Feuerhölle – erscheint am 31. März 2026