
Der Hauptprotagonist war mir auf Anhieb sympathisch, ich mochte sein positives Gemüt und den Verlauf der Story. Mehr zu meiner Meinung erzähle ich dir unten im Text.
Fakten zum Buch:
Titel: Geisterreich Berlin – Miezen, Mieter und Mimosen
Autor: Benjamin Plath
Verlag: Kampenwand Verlag
Erscheinungsdatum: 29. Januar 2026
Seitenanzahl: 323 Seiten
ISBN: 978-3691114690
Inhaltsangabe:
(Quelle: https://www.amazon.de/Geisterreich-Berlin-Mimosen-Geisterkrimi-Mitr%C3%A4tseln-ebook/dp/B0G52J4PP9, Datum: 29. Januar 2025)
Zwei Morde, zwei Zeiten
Ein Mord im Jahr 1920. Einer in naher Zukunft. Beide in Berlin. Und ausgerechnet Bernd aus der E-Bike-Staffel soll sie aufklären. Er bewegt sich bei den Ermittlungen weit außerhalb seines Kompetenzbereichs und seiner Komfortzone.
Der Auftraggeber aus dem Jenseits
Auftraggeber für die Ermittlungen ist niemand Geringeres als Ernst Gennat, Berliner Kriminallegende und seit 1939 tot. Doch das hindert ihn nicht daran, Bernd in Abenteuer zu schicken, die eher nach „Lebensgefahr“ als nach „Ermittlung“ klingen.
Krankgeschrieben – aber nicht untätig
Zum Glück – oder eher zu seinem eigenen Unheil – ist Bernd nach einem Arbeitsunfall zwei Wochen krankgeschrieben. Zeit, um sich auszuruhen? Nein. Zeit, um geisterhafte Kommandos zu befolgen.
Kann Bernd Geister sehen?
Was hat der Tod eines hochbetagten Bankiers in einem Berliner Nobelbordell mit dem Tod eines Barons vor über hundert Jahren zu tun? Weshalb fühlt sich Bernd zunehmend so, als wäre er der Nächste auf der to-do-Liste eines sehr engagierten Mörders? Und was haben Dominas, Katzen und Bienen mit der ganzen Sache zu tun?
Ein unterhaltsames kriminalistisches Abenteuer durch Berlins Zukunft und Vergangenheit.
| Rezensionsexemplar via Netgalley |
Cover und Ausstattung:
Das Cover war der Grund warum ich auf das Buch aufmerksam wurde. Es stach mit seiner Gestaltung aus der Masse heraus. Außerdem zieht das Wort „Geister“ meistens meinen Blick an. Mystery-Romane gehören zu meinen Favoriten. Auf dem Cover steht der Reihentitel im Vordergrund. Die schwarz-gelben Streifen könnten für ein Absperrband stehen. Das Katzenmotiv ist selbsterklärend, wenn man die Geschichte gelesen hat. Die Hauptfarben sind gelb und grün, was in Summe zu einem stimmigen Ergebnis führte.
Meine Meinung zum Inhalt:
Cover und Kappentext hatten mich sofort angesprochen, weshalb ich mich freute das Buch lesen zu dürfen. Rasch stellte ich fest, dass der Autor Benjamin Platz einen unverblümten und detailreichen Schreibstil hat. Ich fand rasch ins Geschehen hinein, obwohl die Situation im ersten Kapitel, in der ich landete, etwas kurios war. Zum Glück klärte mich der Hauptprotagonist Bernd rasch auf und das Geschehen nahm seinen Lauf.
Die Geschichte wurde aus der Sicht von Fahrradpolizist Bernd erzählt. Der Mann war schon etwas in die Jahre gekommen, gab seinen Traum Motorradpolizist zu werden jedoch nicht auf. Auf mich machte er einen positiven und bodenständigen Eindruck. Er schien seinen Job zu mögen, agierte ruhig und aktiv. Seine Kollegin Irmelin war ein Wirbelwind. Sie sprühte vor Energie und betrieb Kampfsport.
Nach dem Unfall wurde das beschauliche Leben des Polizisten ziemlich auf den Kopf gestellt. Wie im Klappentext erwähnt konnte Bernd nun den Geist von Kriminalkommissar Ernst Gennat sehen, Bernds heimliches Idol. Die Ermittlungen rund um die beiden Todesfälle waren spannend gestaltet. Bernd musste einige Umwege gehen, da er eigentlich nicht offiziell ermitteln durfte. Es machte mir Spaß dem Verlauf zu folgen.
Ich ertappte mich des Öfteren dabei über die Geschehnisse nachzudenken, wenn ich nicht lesen konnte. Es musste heraus zu bekommen sein, wer das mit dem Bankier gemacht hatte, denn dass etwas nicht stimmte, war sowas von klar. Zeitsprünge zurück in die 1920er Jahre weckten mein Interesse was hinter dem Tod des Barons steckte. Im Verlauf der Geschehnisse trug Bernd Informationen und Fakten zusammen.
Gleichzeitig setzte er sich gezwungenermaßen mit seiner neuen „Gabe“ auseinander. Hierbei fand ich die eingearbeitetem Ideen des Autors gut gelungen, weil das Worldbuilding schlüssig aufgebaut war. Etwas aus Kapitel 1 wurde bis zum Schluss nicht aufgeklärt, was einerseits schade war, doch mein Leseerlebnis nicht wirklich beeinflusst hat, da der Rest der Geschehnisse stimmig verlief und alles vollständig aufgelöst wurde.
Je ne näher das Ende kam, umso klarer wurde mir, wer für den Tod des Bankiers verantwortlich war. Allerdings hatte ich nicht damit gerechnet, was am Ende im finalen Showdown passierte und vor allem herauskam. Es war dem Autor gelungen mich zu überraschen. Im selben Moment feierte ich diese Wendung und war begeistert. Das Ende des Buches kam viel zu schnell. Dennoch gelang es Bernd beide Fälle aufzuklären und die gesamte Wahrheit ans Licht zu bringen. Der Cliffhanger am Ende macht mich beinahe wahnsinnig. Ich hoffe sehr, dass es bis Band 2 nicht allzu lange dauert.
Fazit:
Der Auftakt der Mystery-Krimi-Reihe von Benjamin Plath hat mich herrlich gut unterhalten. Die Geschichte las sich flüssig und trug aufregende Wendungen mit sich. Ich mochte Bernd und Irmelin auf Anhieb, die Beiden waren ein gutes Duo, obwohl Bernd mehr allein agierte. Der Mystery-Aspekt wurde vom Autor gut in sein Worldbuilding integriert. Mich begeisterten damit das Setting und die Handlung selbst. Der Verlauf war spannend, ereignisreich und brachte immer mehr Fakten ans Licht. Nach der gelungenen Auflösung beider Fälle am Ende, kam es zu einem fiesen Cliffhanger mit Suchtpotenzial. Hoffentlich erscheint Band 2 in naher Zukunft.
Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen!
Das eBook wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!