
Die Geschichte selbst hat mir gut gefallen, das Ende hingegen war sehr enttäuscht. Näheres dazu führe ich unten im Text aus.
Fakten zum Buch:
Titel: Der Knochenwald
Autorin: Christina Henry
Übersetzerin: Sigrun Zühlke
Verlag: Penhaligon Verlag
Erscheinungsdatum: 20. September 2023
Seitenanzahl: 368 Seiten
ISBN: 978-3-7645-3277-2
Inhaltsangabe:
(Quelle: https://www.penguin.de/buecher/christina-henry-der-knochenwald/buch/9783764532772, Datum: 04. Dezember 2025)
Mattie lebt mit ihrem Ehemann William allein in einer entlegenen Berghütte. Er ist ein gewalttätiger Mensch, den die junge Frau niemals verärgern darf. Doch als Mattie im Wald die verstümmelte Leiche eines Fuchses entdeckt, weiß sie, dass die Eheleute nicht alleine in der Wildnis sind. Wer – oder was – stößt jene seltsamen Schreie in der Nacht aus? Wessen krallenbewehrte Fußabdrücke sind im Schnee um die Hütte zu sehen? Als drei Fremde auf dem Berggipfel auftauchen und im Wald nach einer geheimnisvollen Kreatur suchen, weiß Mattie, dass die Neuankömmlinge William verärgern werden. Und wenn William wütend ist, passieren wahrlich schreckliche Dinge …
| selbst gekauft |
Meine Meinung zum Cover:
Das Cover ist ähnlich gestaltet, wie bei allen deutschsprachigen im Verlag Penhaligon erschienenen Büchern. Es ist ein Totenkopf zu sehen, über dem ein Haus thront. Beides verschmilzt ineinander. Darunter befindet sich eine winterliche Landschaft. Zusammen mit dem Buchschnitt, auf dem eine Spur Pfostenabdrücke zu erkennen ist, gefällt mir das Design ziemlich gut, da die Motive zur Geschichte passen.
Meine Meinung zum Inhalt:
»Der Knochenwald« erzählt eine düstere und gewaltvolle Geschichte, die nichts für schwache Nerven ist. Die Handlung ist brutal, blutig und manipulativ. Dennoch gelang es der Autorin eine intensive Geschichte zu schreiben, bei der das Spannungslevel konstant hoch blieb.
Die Handlung begann mitten in einer Szene. Die Hauptprotagonistin Mattie befand sich allein mitten im Wald um nach den Fallen zu sehen. Dabei entdeckte sie etwas Seltsames von dem sie ihrem Mann William berichtete. Sehr schnell merkte ich, dass die Beziehung zwischen den beiden Figuren gewaltvoll, doxisch und voller Spannungen war. Es verging kein Tag an dem Mattie nicht in irgendeiner Weise leiden musste, sei es körperlich oder geistig. William manipulierte sie durchgehend, was stets zu merken war.
Gleichzeitig tauchte die finstere Bedrohung im Wald auf. Für Mattie und William wurde es immer gefährlicher sich draußen aufzuhalten. Ich konnte William schon von der ersten Szene weg nicht leiden. Das was er Mattie in Folge des Ganzen antat, war absolut grausam und menschenverachtend. In Gedanken hätte ich Mattie am liebsten angeschrien zu fliehen, doch William hatte sie zu sehr im Griff. Angst und Schmerz sind schreckliche Mittel um jemanden gefügig zu halten. Matties bruchstückhafte Erinnerungen halfen mir die finstere Wahrheit zu erkennen.
Die Handlung nahm durch die Fremden, die im Wald auftauchen, eine große Wendung. Glaubte ich noch, dass nun das Rettung kam, lag ich meilenweit daneben. Durch die emotionale Erzählweise der Autorin waren die Kapitel von einer starken Intensität und eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Es geschah sehr viel in kurzer Zeit, Tod und Verderben drang auf alle ein. Der Abschluss kam rasch näher und der finale Showdown erwartete mich. Dieser war ziemlich heftig, denn die Blutspur zog sich bis zum Ende.
Letzteres war ziemlich enttäuschend für mich. Ich hatte mich auf eine coole Auslösung gefreut, damit ich wusste warum es gewisse „Dinge“ getan wurden. Blutige Taten war ohne Sinn und Verstand geschehen. Doch dann endete die Geschichte genau wie sie begann – mitten in einer Szene. Ohne Aufklärung. Ohne Antworten. Etwas das ich in dieser Dimension nicht leiden kann. Das ist auch der Grund, warum ich einen Stern abziehen muss.
Mein Fazit:
Die Geschichte war durch die emotionale und intensive Erzählweise der Autorin äußerst spannend. Es entstand eine gute Atmosphäre, wodurch ich mitfiebern konnte und aufmerksam las. Allerdings ist sie nichts für schwache Nerven, denn Blut, Tod und Gewalt begleiteten mich von Anfang bis zum Ende. Schlimmste Manipulationen und eskalierende gewaltvolle Szenen kommen wiederholt vor. Ich hoffte auf Rettung für Mattie, doch dann mussten die Retter selbst gerettet werden. Der finale Showdown war heftig, doch gut gemacht. Das Ende der Geschichte hat mich enttäuscht, weil wichtige Teile der Geschichte nicht aufgeklärt wurden. Stattdessen endete sie mittendrin.
Ich vergebe 4 von 5 möglichen Sternen!
Das Buch stammt aus meinem eigenen Besitz und wurde von mir nach dem Lesen freiwillig rezensiert.