Rezension zu [Hörspiel] Das geheimnisvolle Verbrechen in Styles – Poirots erster Fall von Agatha Christie

©2024 Agatha Christie Limited (P)2025 Audible GmbH

Die Handlung war durch überhastetes Handeln etwas anstrengend, doch gab es auch spannende Szenen. Wie mir das Hörbuch gefallen hat, teile ich dir im Text mit.

Fakten zum Hörbuch:
Titel: Das geheimnisvolle Verbrechen in Styles – Poirots erster Fall
Autorin: Agatha Christie
Übersetzer: Gillian Melton
Verlag: Audible Originals
Erscheinungsdatum: 03. Juni 2025
Version: Ungekürzt
Laufzeit: 3 Stunden und 53 Minuten
ASIN: B0DZXYSYQZ

Inhaltsangabe:
Eine Audible Original Hörspiel-Adaption von Agatha Christies Debütroman „Das geheimnisvolle Verbrechen in Styles“ mit Rufus Beck in der Hauptrolle des legendären Hercule Poirot.
England, 1914. Die Welt ist von Konflikten gezeichnet. Der verletzte Captain Hastings wird ins Anwesen Styles Court eingeladen, um sich von seinen körperlichen und seelischen Wunden zu erholen. Styles ist ein prachtvolles Landhaus und Heimat seines Kindheitsfreundes. Für Hastings ein Ort der Ruhe … glaubt er. Doch an den heißen Sommertagen braut sich etwas Finsteres zusammen. Die Familie droht, durch Spannungen auseinandergerissen zu werden. Schließlich passiert das Undenkbare: Emily Inglethorp, wohlhabende Matriarchin der Familie, wird mitten in der Nacht unter qualvollen Schmerzen ermordet. Jeder in Styles steht unter Verdacht: der ehrgeizige Ehemann aus Amerika, die angesehenen, aber in Mitleidenschaft gezogenen Stiefsöhne John und Lawrence, die alte Freundin Evie Howard, oder die junge Apothekerin Cynthia Murdoch. Captain Hastings will das Rätsel um jeden Preis lösen und die Familie vor den Gerüchten der Presse bewahren. Und er kennt genau den Richtigen für die Aufgabe – einen brillanten belgischen Detektiv, der zufällig im nahgelegenen Dorf weilt. Er ist bekannt für unkonventionelle Methoden und eine makellose Garderobe. Sein Name: Hercule Poirot.

(Quelle: https://www.audible.de/pd/Das-geheimnisvolle-Verbrechen-in-Styles-Hoerbuch/B0DZXTZ1XV, Datum: 21. Oktober 2025)
Gestreamt über Audible

Meine Meinung zur Geschichte:

Ich hatte von Agatha Christie schon sehr viel gehört und hatte immer wieder überlegt, ob ich eins ihrer Bücher lesen sollte. Als ich die Werbung für das Hörspiel sah, ergriff ich die Chance und hörte es mir an. Dabei stellte ich fest, dass die Autorin gute klassische Ideen in eine spannende Geschichte einarbeitete. Das Rätsel um den Tod von Emily Inglethorp war nicht einfach zu lösen.

Was die Geschichte für mich sehr anstrengend machte, war Captain Hastings. Sein überhastetes Handeln und das ständige Verdächtigen aller, bei denen es nur den geringsten Grund gab, begann mich ganz schön zu nerven. Ich verstand seinen Drang die Familie und seinen engen Freund zu beschützen, doch die wahllosen Verdächtigungen halfen nicht weiter. Bei ihm konnte man das Ermitteln keinesfalls so nennen. Selbst in seinen angeblich so geschätzten Freund Hercule Poirot hatte er kaum vertrauen, obwohl er ihn selbst ins Haus geholt hatte.

Immerhin war Hercule Poirot ein halbwegs angenehmer Charakter. Er sprach zwar ständig in Rätseln und behielt entscheidendes für sich, doch ermittelte er wirklich und kombinierte die vorhandenen Fakten. Er verdächtigte niemanden ohne konkrete Beweise. Schade war, dass manche Schritte seiner Ermittlungen nicht geschildert wurden. Nach einigem Hin und Her und einer Gerichtsverhandlung kam schließlich die Wahrheit auf den Tisch. Poirot inszenierte die Offenbarung der Wahrheit gekonnt und löste jedes Detail auf. Alles in allem fühlte ich mich gut unterhalten, wenngleich ich mir mehr Handlung mit Poirot gewünscht habe. Ich wollte nicht ständig an Hastings Seite sein, weil er ein zu anstrengender Charakter war.

Meine Meinung zu den Sprecherinnen und Sprechern:

Der Sprecherinnen- und Sprechercast bestand aus folgenden Personen: Rufus Beck als Hercule Poirot, Iris Berben als Emily Inglethorp, Malick Bauer als Arthur Hastings, Asad Schwarz als John Cavendish, Viktor Neumann als Alfred Inglethorp, Sesede Terziyan als Mary Cavendish, Ösge Kayalar als Cynthia, David Nathan als Mr. Wells, Vera Teltz als Evelyn (Evie) Howard, Gerrit Hamann als Lorenz Cavendish, Tommy Morgenstern als Mr. Philipps, Judith Steinhäuser als Dorcas, Joachim Tennstedt als Sir Ernest Heavyweather, Bernd Vollbrecht als Inspector Jeb, Sophie Lechtenbrink als Annie, Timmo Niesner als Dr. Bauerstein, Frank Schröder als Richter, Dirk Bublies als Dr. Wilkins, Nico Sablik als Mr. Mace, Tim Moeseritz als Soldat, Rainer Fritzsche als Reporter, Fritz Rott als Manning, Jannik Endemann als Superintentant Summerhaye, Johannes Behrens als Stallbursche, Simon Jäger als Offizier, Florian Hoffmann als Mr. Jones, Kaya Marie Möller als Reporterin und Christian Zeiger als Gerichtsbeamter.

Ich hoffe, dass ich alle Namen richtig geschrieben habe. Sie wurden von mir Mithilfe des Abspanns niedergeschrieben, weil ich keine vollständige Liste im Internet gefunden habe. Mir ist es wichtig alle Sprecherinnen und Sprecher zu nennen, da alle zu dem kunstvoll inzensierten Hörspiel beigetragen haben. Die Darbietung war lebendig, authentisch und aussagekräftig. Rufus Beck sprach Poirots französischen Akzent gekonnt. Auch die weiteren Stimmen lieferten eine starke Leistung ab.

Mein Fazit:

Das Hörspiel bot mir durch die Sprecherinnen und Sprecher ein beeindruckendes Hörerlebnis. Die Inszenierung war authentisch und lebendig. Die Geschichte selbst war durchaus interessant und spannend. Allerdings ging mir die Figur von Captain Hastings richtig auf die Nerven. Seine wilden Verdächtigungen machten die Geschehnisse anstrengend und langwierig. Hercule Poirot hätte ich gern mehr beim Ermitteln erlebt, gerade für die entscheidenden Fakten fehlte mir etwas. Trotz dieser Kritikpunkte fühlte ich mich gut unterhalten. Die Geräuschkulisse und die Tonuntermalung trug zu meinem positiven Hörerlebnis bei.

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Bewertung: 3 von 5.

Das Hörbuch wurde von mir über Audible gestreamt und anschließend freiwillig rezensiert.

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