Rezension zu [Hörbuch] Fractal Noise – Mission ins Ungewisse von Christopher Paolini

©2024 Verlagsgruppe Droemer Knaur GmbH & Co. KG (P)2024 Argon Verlag AVE GmbH

Die Handlung war stellenweise heftig, extrem emotional und ließ mich am Ende mit gespaltener Meinung zurück. Warum erkläre ich dir unten im Text.

Fakten zum Hörbuch:
Titel: Fractal Noise – Mission ins Ungewisse
Autor: Christopher Paolini
Sprecher: Simon Jäger
Verlag: Argon Verlag
Erscheinungsdatum: 30. Oktober 2024
Version: Ungekürzt
Laufzeit: 11 Stunden 0 Minuten
ISBN: 978-3-8398-2151-0

Inhaltsangabe:
Die spannende Vorgeschichte zum Science Fiction Bestseller Infinitum.
Atemberaubende Spannung im All – von Weltbestseller-Autor Christopher Paolini

Auf dem unbewohnten Planeten Talos VII wird eine Anomalie entdeckt: eine riesige kreisförmige Grube, deren Abmessungen so perfekt sind, dass sie nur einen Schluss zulassen: Die Senke muss künstlich angelegt worden sein. Ein kleines Wissenschaftsteam soll mehr darüber herausfinden, wer das Loch gebaut haben könnte und warum. Schnell wird ihnen klar, dass die Erbauer keine Menschen gewesen sein können. Für einige Forscher ist diese Mission die Chance ihres Lebens. Für andere ist es ein unkalkulierbares Risiko. Und für den Xenobiologen Alex Crichton ist es ein letzter, verzweifelter Versuch, in einem gleichgültigen Universum einen Sinn zu finden. Doch jeder Schritt, den die Forschungscrew in Richtung des mysteriösen Abgrunds macht, führt sie tiefer hinein in eine unbekannte Gefahr. Denn letztendlich ist niemand auf das vorbereitet, was ihnen dort begegnen wird.

(Quelle: https://www.argon-verlag.de/hoerbuch/christopher-paolini-fractal-noise-9783839821510, Datum: 07. Januar 2025)
Rezensionsexemplar via Netgalley

Meine Meinung zur Geschichte:

Bei »Fractal Noise« handelt es sich um die Vorgeschichte zum Buch »INFINITUM – Die Ewigkeit der Sterne«. Christopher Paolini punkte damit, dass sein Schreibstil nicht mehr so ausschweifend war. Mich begeisterte vor allem die emotionale Erzählweise, die das Lesen intensiver machte.

In der Geschichte ging es um ein Erstkontakt-Szenario, das durch die Entdeckung eines seltsamen Kraters auf einem Planeten zustande kam. Nach erster Forschungsarbeit wurde beschlossen, dass er genauer untersucht werden muss, weil er unmöglich natürlich entstanden sein konnte. Unverständnis verursachte bei mir die Zusammenstellung der Crew für die Forschungsmission.

Für mich war das Vorgehen unlogisch. Ich fragte mich, wie es der Hauptprotagonist Alex Crichton überhaupt an Bord des Kolonialisierungsschiffes geschafft hatte. Der Mann ist offenbar schwer depressiv und wurde kurioserweise nicht außer Dienst gestellt. Auch mit und zwischen den anderen Wissenschaftlern gab es keinerlei Harmonie, obwohl sie eng zusammenarbeiten sollten. Das Ganze verschlimmerte sich nach der Entdeckung des Kraters. Das kleine Team, welches nun die weiteren Untersuchungen vornehmen sollte misstraute sich, hasste einander und behandelte sich gegenseitig abfällig. Dementsprechend verstand ich die Wahl des Kommandanten nicht.

In Folge dessen waren Streit und Konflikte vorprogrammiert. Tatsächlich wurde das Ganze so heftig, dass es immer mehr den Fokus verlor. Warum geschah das alles in diesem Ausmaß? Wieso musste es in dieser Intensivität stattfinden? Einerseits fand ich das Geschehen äußerst spannend. Denn ein gewisser Teil des Gefühlskaleidoskop fesselte und packte mich. Ich wollte mehr erfahren und endlich herausfinden, wer die Erbauer der Struktur waren und was es damit auf sich hat. Andererseits war mir die enorme Negativität zu viel bzw. nervte sie mich. Wie sollte ich da eine Person mögen?

Ich kann kaum über die Handlung schreiben, ohne zu spoilern. Fakt ist, dass der Fokus auf dem kleinen Forschungsteam lag und der Rest zur Nebensache wurde. Stellenweise machte diese Fixierung manche Abschnitte langatmig. Die Gegend in der sie agieren mussten, beeinflusste die ohnehin brüchige Zusammenarbeit auf das Massivste. Melancholie, Hass, Depressionen und mehr zeichneten sich immer stärker ab. Manches wurde wunderholt durchgekaut, was die Geschichte in die Länge zog. Gewalt und Kurzschlusshandlungen waren die Folge. Ich hatte mir während dem Lesen einen direkteren Erstkontakt gewünscht und war nicht zufrieden, wie das Buch endete.

Emotional gesehen war die Geschichte genial. Paolini beschrieb das Verhalten und Denken seiner Protagonistinnen und Protagonisten mit einer unglaublichen Genauigkeit oder so stark, dass die Gefühle oft zum Greifen nah waren. Mehrere Wendungen waren unerwartet und erschreckend. Dennoch blieb das Ende der Geschichte offen.

Meine Meinung zum Sprecher:

Simon Jäger ist einer der besten Hörbuchsprecher, die ich kenne. Seit Vorlesen trug mich stetig durch die Geschichte und half mir durch die langwierigen Abschnitte. Es gelang ihm die gefühlvollen Szenen authentisch mit den richtigen Emotionen in der Stimme wieder zu geben.

Mein Fazit:

Im Grunde hatte Christopher Paolini eine geniale Idee, die er zu fokussiert umsetzte. Das Beste an der Geschichte ist die starke Emotionalität, die mich durch das Geschehen trug. Die Gefühle aller Protagonistinnen und Protagonisten waren in einer enormen Intensität zu spüren. Durch diesen Fokus ging der eigentliche Zweck der Mission leider fast verloren. Eine seltsame Team-Konstellation sorgte für zusätzlichen Trouble und viel Negativität. Gewaltvolle Szenen gehören ebenfalls zum Geschehen. Immerhin bot das Geschehen einige gute Wendungen, manche davon waren ziemlich unerwartet. Das Ende blieb offen und war stellte mich nicht wirklich zufrieden. Einfach ausgedrückt: Es war okay. Simon Jäger las das Hörbuch mit den richtigen Emotionen in der Stimme und half mir über die langatmigen Abschnitte hinweg.

Ich vergebe 3 von 5 möglichen Sternen!

Bewertung: 3 von 5.

Das Hörbuch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

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