Rezension zu Vulkane Band 2: Alle Feuer der Hölle von André Milewski

© André Milewski

Die Geschehnisse im zweiten Band wurden so realitätsnah beschrieben, dass ich glauben könnte alles ist wirklich genau so passiert. Mehr zum Buch erkläre ich im Text.

Fakten zum eBook:
Titel: Alle Feuer der Hölle
Autor: André Milewski
Verlag: Selfpublishing
Erscheinungsdatum: 30. Juni 2023
Seitenanzahl: 326 Seiten
ASIN: B0C545HW67

Inhaltsangabe:
Die tödlichste Naturkatastrophe des 20. Jahrhunderts!
Im Jahr 1902 genießt die Stadt St. Pierre auf der Karibikinsel Martinique den Ruf, die „Perle der Antillen“ zu sein. Der deutsche Handelskapitän Leonhard Mahler ist auf der Suche nach guten Zucker- und Rumgeschäften in die Stadt gekommen. Derweil wächst in der Stadt die Spannung unter der Bevölkerung. Wahlen stehen an. Als im April des Jahres die ersten Rauchschwaden aus dem Vulkan Mont Pelée aufsteigen, ahnt man in St. Pierre noch nichts Böses. Doch als das Grollen immer lauter wird und Asche wie Schnee vom Himmel fällt, wächst die Sorge. Doch fliehen kommt nicht in Frage, denn die Politiker wollen unbedingt den Wahltermin einhalten, und zwar mit der größtmöglichen Zahl von Leuten. Die Katastrophe nimmt ihren Lauf …

(Quelle: https://www.amazon.de/Alle-Feuer-H%C3%B6lle-Vulkane-2-ebook/dp/B0C545HW67/, Datum: 28. Juli 2023)
Rezensionsexemplar

Meine Meinung zum Cover:

Auch das Cover des zweiten Bandes wurde treffend gestaltet. Natürlich ist wieder ein Vulkanausbruch zu sehen. Darunter befindet sich die Stadt St. Pierre mit ihrem Hafen. Die Fässer links und rechts oben stehen für Rumfässer. Durch die Farbwahl ist es ein schöner Hingucker.

Meine Meinung zum Inhalt:

Der zweite Band setzte einige Jahre nach den Ereignissen vom ersten Band 1 fort. Leonhard Mahlers Leben hatte sich vollkommen verändert, da er sich ein neues berufliches Standbein aufgebaut hatte. André Milewski recherchierte für diesen Roman akribisch, was vor 121 Jahren geschehen war. Mit seiner authentischen Erzählweise holte er mich an die Seite von Leonhard.

Erstaunlich war für mich das Realitätsgefühl, dass ich beim Lesen hatte. Es fühlte sich für mich an, als wäre all das wirklich genau so passiert. Der Roman beruht auf wahren Begebenheiten und der Autor schuf damit seine eigene Geschichte. Dennoch hätten die Einzelschicksale damals so ablaufen können. Ich tauchte in den Zeitgeist des damaligen Lebens ein, sah wie die Menschen in St. Pierre lebten und arbeiteten. Die schwarze Bevölkerung hatte es trotz der beendeten Sklaverei immer noch enorm schwer. Das Denken der Politiker und das Leugnen von Tatsachen ist aus dem Leben gegriffen und hält bis heute an. Man sollte eben doch der Natur und dem Gespür von Menschen und Tieren vertrauen.

Leonhard war wie eh und je ein herzensguter Mensch. Ich mochte die Mitglieder seiner Crew, wobei sich Kito besonders hervortat. Gustav war etwas eigenwillig und jähzornig. Eine Person, die ich am liebsten sofort in den Arm genommen hätte, war Havivra. Isabella hätte ich gerne beschützt. Natürlich gab es noch weitere Protagonisten, die größere und kleine Rollen spielten. Über sie alle zu reden würde den Rahmen sprengen. Vom einfachen „Fußvolk“ über militärische Vertreter bis hin zu hohen Politikern war alles vertreten. Verwechslungsgefahr? Niemals.

Von den ersten Anzeichen bis hin zum Ausbruch des Vulkans dauerte es eine ganze Weile. Dennoch war die Geschichte niemals langweilig. Ich verfolgte sie mit großem Interesse und einer gehörigen Portion Neugier. Hoffentlich würden meine Lieblingsprotagonisten den Ausbruch überleben. Beim Lesen ergab sich ein gutes Maß an Spannung. Ab dem Ausbruch konnte ich richtig mitfiebern. Einmal war ich erstaunt über eine Handlung, konnte sie jedoch sehr gut verstehen. Am Ende bekam jeder seine „Quittung“ für begangene Taten.

Trotz der Schrecken, dem Tod und der Zerstörung gab es für bestimmte Personen ein Happy End. Mehr verrate ich nicht. Eines davon machte mich traurig, obwohl es dadurch ein Wiedersehen mit einer Person aus den »Frederick-Crichton-Romanen« gab.

Nach dem Ende kam wieder einen Abschnitt mit Fakten & Fiktion, in dem der Autor erklärt was wirklich geschehen war und was er sich ausgedacht hatte.

Mein Fazit:

Der zweite Band hat mich mit seiner realitätsnahen Geschichte so richtig begeistert. Man merkt, dass Autor André Milewski akribisch recherchiert hatte, um das Setting so genau wie möglich darzustellen und erzählen zu können. Langweile wirst du hier nicht finden. Vielmehr eine gute Geschichte, bei der sich die Spannung immer mehr aufbaut und mit dem Ausbruch ihren Höhepunkt fand. Nach der Zerstörung und dem tausendfachen Tod gab es doch noch ein Happy End.

Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen!

Bewertung: 5 von 5.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!


Rezensionen zu weiteren Bänden:

Band 1: Choral der Hölle
Band 2: Hier

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